Telefónica Germany macht bargeldloses Bezahlen via NFC mit der Applikation mpass möglich
Autor: Julia Lienhart | 09.10.2012 - 21:32 Uhr | In: News, Services
16
„tap and go“ — NFC erfährt nun auch in Deutschland praktische Anwendung.

NFC? Was ist das? Braucht man das? Lange Zeit blieben Nutzer skeptisch gegenüber der Innovation von NFC. Es schien kein Nutzen zu bringen und so richtig erklären konnte das Konzept auch niemand. Jetzt endlich scheint die Stunde geschlagen zu haben, deutsche Mobilfunkanbieter launchen das erste bargeldlose Bezahlsysteme über NFC. Mit mpass stellt Telefónica Germany eine Applikation vor, die das Bezahlen möglich macht, indem man sein Telefon einfach an einen Tag hält — und anschließend einfach wieder geht.
Ausprobiert wird das Konzept vorerst in der schönsten Stadt der Welt, in Hamburg an den dortigen star- und Aral-Tankstellen. Dort kann der Anwender den getankten Sprit bezahlen, in dem er sein Smartphone an einen Tag hält und anschließend geht: tap and go, versteht sich von selbst, oder?
Doch nicht nur Sprit, sondern auch Getränke, Snacks und alles an Allerlei lassen sich an der erwähnten Tankstelle auf diese Weise bezahlen. Generell für die Zukunft kann der Anwender die neue Bezahlmöglichkeit einsetzen, wo er das MasterCardPayPass-Logo findet. Bis zum Jahresende ist die kontaktlose Bezahlung bundesweit auch in den o2 Shops und Conrad Electronic-Märkten in München möglich.

„Ab heute bezahlen unsere Kunden mit dem Handy in den Geschäften“, sagt Michiel van Eldik, Managing Director Wholesale & Partnermanagement, Telefónica Deutschland. „Mit der Erweiterung unseres Produktportfolios um die kontaktlose Bezahlmöglichkeit im Handel sind wir einen wichtigen Schritt gegangen. Unser Ökosystem rund um Finanzprodukte ist fast vollständig.“
Aber wie genau funktioniert das jetzt?
Zunächst muss sich der Anwender auf mpass.de/o2 registrieren, danach muss man sich die Applikation mpass auf sein Telefon laden. Kurze Zeit später wird er postalisch einen NFC Sticker erhalten, den er auf sein Device kleben muss. Hat er über NFC etwas eingekauft, erfolgt die Bezahlung über vereinbarten Lastschrifteinzug über das Girokonto. Weiterhin verspricht mpass volle Kostenkontrolle. Bis 25 Euro lässt sich alles mit Telefon-ranhalten bezahlen, Beträge über jenem genannten müssen über einen PIN zum Schutz des Verbrauchers bestätigt werden.
Als Begrüßungsbonus erhalten die Nutzer einen Rabatt von 5 Euro bei einem Einkauf bei dem Elektronik Fachmarkt Conrad oder bei der star-Tankstelle.
[Quelle: Telefónica Germany GmbH & Co. OHG]
Stefan
schrieb am 09.10.2012 um 22:17:24 Uhr
Hamburg <3
Twiek
schrieb am 09.10.2012 um 22:20:58 Uhr
Gibt es auch Alternativen bezüglich Abzüge vom Girokonto also Prepaidkarten, Paysafe oder ähnliches?
testboy
schrieb am 09.10.2012 um 22:25:41 Uhr
gefällt mir ;-)
PatrickJ
schrieb am 09.10.2012 um 22:34:15 Uhr
Geht das auch ohne diesen nfc sticker wenn das gerät den nfc chip im smartphone eingebaut hat.
JottEmmEss
schrieb am 09.10.2012 um 22:35:14 Uhr
Heißt das dass dann jeder der das machen will sonen komischen sticker auf sein handy kleben muss? Wofür genau? Ist das NFC nicht bei den bei der kasse?
Razz
schrieb am 10.10.2012 um 08:15:11 Uhr
Hier wurde mal wieder die Quelle nicht sorgfältig gelesen – ein leider schon öfters aufgetauchter Fehler bei Bestboyz….
Das ganze Konzept hat augenscheinlich nichts mit dem Handy an sich zu tun. Der Sticker enthält einen NFC-Chip, der zur Identifikation an der Bezahlstation dient. In dieser befindet sich die “Gegenstelle”: NFC ist wie Bluetooth auch eine Kommunikationsform, die Sender und Empfänger benötigt.
An sich ist diese Technik nichts Neues, es gibt seit vielen Jahren beispielsweise Verkehrsverbundfahrkarten, bei denen der Kunde nur eine Platikkarte mit intergriertem NFC-Chip erhält, und diese “aufladen” kann um sie dann z.B. im Bus nur über das Lesegerät halten zu müssen.
Diesen Sticker kann man also nach der Beschreibung eigentlich überall drauf kleben, da er nichts mit dem Smartphone zu tun hat. Lediglich die App zur Kostenkontrolle kann (muss aber nicht) darauf installiert werden.
Das Ganze ist mal wieder pures Marketing und hat nichts mit Innovation und neuer Smartphonetechnik zu tun, schade!
Razz
schrieb am 10.10.2012 um 08:28:07 Uhr
Na klasse, das Konzept ist sogar eher das Gegenteil von Innovation – siehe mpass-FAQ:
“Kann ein NFC-fähiges Telefon den pass-Sticker bei Zahlungen beeinflussen?
– Ja. Falls Sie ein NFC-fähiges Telefon haben, sollte das NFC-Modul vor dem Zahlungsvorgang ausgeschaltet sein, damit der Zahlungsprozess nicht gestört wird.”
Was ist daran bitte innovativ???
Dort steht übrigens auch das mit dem Sticker:
“Wie funktioniert mpass im Geschäft?
– Beim Bezahlvorgang halten Sie den mpass NFC-Sticker lediglich an das Kontaktlos-Symbol des Lesegeräts an der Kasse.”
Es wird zwar empfohlen, den Sticker aufs Smartphone zu kleben, aber wohl eher um die Illusion, die bei der ganzen Sache verbreitet werden soll aufrecht zu erhalten. Außerdem verliert man den Sticker so nicht so schnell.
Trotzdem steht fest: es ist mal wieder reine Verarsche!
tamara79
schrieb am 09.10.2012 um 23:01:38 Uhr
bin da sehr skeptisch und denke wenn es verbreitet ist erstmal kommen die ganzen gauner. Außerdem ist die Sicherheit gar nicht gegeben meiner Meinung nach also 25€ finde ich auch viel dann reicht es ja schon wenn jemand an mir vorbei geht und kann alles runterziehen.
Wadde
schrieb am 10.10.2012 um 22:48:05 Uhr
Du hast Recht. Wenn einer von den “Gaunern” mal das verkaufsgerät vom Laden mobil macht, geht dieser einfach an der U-Bahn oder Bushaltestelle dorthin, stellt sich unauffällig nah an ein potentielles Opfer und zieht ihm Geld ab, ohne das er davon mitbekommt.
Alex
schrieb am 09.10.2012 um 23:35:35 Uhr
lol Hamburg die schönste Stadt der Welt.. Bist wohl kein Freund von Städtereisen ^^
mathias
schrieb am 10.10.2012 um 12:57:45 Uhr
Das ist also das selbe wie wir in Südtirol schon bei Bus und Bahn haben: ein extra NFC-Modul, das dann halt an ein Lesegerät gehalten wird…. wie schon einige gesagt haben: nicht grad innovativ…
Tamashii
schrieb am 10.10.2012 um 13:20:31 Uhr
Hoffentlich kommt es dann auch für Fonic.
TommesJay
schrieb am 10.10.2012 um 14:03:28 Uhr
@ Razz
Vielen Dank für die Aufklärung! Was für eine lächerliche Geschichte. Ein Nokia 3210 beherrscht damit wohl auch NFC ^^
Dann warten wir mal auf etwas handfesteres…
Und das haben wir alles Apple zu verdanken. Hätten die einen NFC-Chip ins iPhone 5 gepackt, würden sämtliche Banken die Beine in die Hand nehmen und die iOS-App zum Bezahlen per NFC wäre von Sparkassen und Volksbanken innerhalb von spätestens 2 Monaten im AppStore, gefolgt von den Pendants für andere Plattformen. Aber solange iPhone-User eben kein NFC haben, juckt das ganze auch keinen. Dann bringen wir halt NFC-Sticker raus, jede andere Lösung würde iPhone-User ja ausschließen. *Würg*
TommesJay
schrieb am 10.10.2012 um 14:05:05 Uhr
Zumal ich gar nicht verstehe warum der Quatsch überhaupt von O2 ausgeht, wo das ganze mit Phones doch rein garnichts zu tun hat. So einen Sticker und ne Kostenkontroll-App kann schlicht jeder auf den Markt schmeißen.
Dominik
schrieb am 10.10.2012 um 21:27:25 Uhr
Tja mal davon abgesehen das es nichts innovatives ist.
habe ich heute eine email an den support geschrieben um ein paar fragen beantwortet zu bekommen.
und tada.
nichtmal die support emailadresse funktioniert und meine mail ist wieder zuhause.
der ganze service ist quatsch.
Dominik
schrieb am 10.10.2012 um 21:29:54 Uhr
Ach und ergänzend möchte ich noch sagen das mir dieses ANTINFC gerede der Iphoner wie es die bestboyz ja auch sind tierisch auf den keks geht.
seit 3 monaten besitzen meine freundin und ich je ein SGS3 und nutzen nfc fast täglich für den austausch kleiner dinge.
es gibt nichts praktischeres. und auch zu meinen Nexus7 benutze ich es mindestens einmal die woche.