Sony Mobile äußert sich zu Garantieverlust bei einem geöffneten Bootloader durch das Unlock Tool

Autor: Julia Lienhart | 06.08.2012 - 11:27 Uhr | In: Betriebssysteme

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Sony erklärt, warum die Garantie verloren geht, wenn das Sony eigene Unlock Tool für den Bootloader genutzt wird.

Sony Logo

Viele Nutzer von Android OS schätzen das Betriebssystem vor allem wegen der Möglichkeit der Modifikation. Alternative Custom ROMs installieren zu können bietet eine Fülle an Features, die sonst nicht zu erwarten wären — wenn man sich denn auskennt und weiß, was man tut. Um Usern das zu ermöglichen, hat Sony ein Unlock Tool für den ansonsten geschlossenen Bootloader der Xperia-Devices angeboten. Nicht verwunderlich ist dabei der dezente Hinweis, dass das Nutzen eben jener Software zum Verlust der Garantie führt. Das hat zu etwas Aufruhr geführt und schlussendlich haben hartnäckige Kollegen von phoneArena einmal nachgefragt und eine ausführliche Erklärung dazu bekommen.

Prinzipiell ist es nicht so, dass die Garantie verloren geht, wenn es sich um Probleme handelt, die mit einem geöffneten Bootloader nicht verursacht werden können. Dazu gehören zum Beispiel Materialfehler, wie es beim Xperia arc aufgetreten ist — trotz modifizierter Software haben etliche User das Gehäuse ausgetauscht bekommen, weil sich in diesem, bedingt durch eine unausgewogene Materialmischung, kleine Haarrisse befanden. Aber die meisten Probleme werden mit einem offenen Bootloader nicht mehr durch die Garantie abgedeckt. Sony erklärt, dass Custom ROMs oftmals negative Auswirkungen auf den Prozessor (Übertaktung) oder die Haltbarkeit des Akkus haben und diese von Sony dann auch nicht kostenfrei ersetzt würden.

Zudem koste es einiges an Zeit und Arbeit, das Gerät in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, in dem es auch repariert werden könne. Man müsse die Custom ROM beseitigen, sich um den Bootloader und das Flashen neuer Software kümmern — das alles kostet Energie, die sonst nicht hätte aufgewendet werden müssen und vom User bezahlt werden sollte.

Motorola Mobility plant Unlocking-Tool für geschlossene Bootloader

Autor: Julia Lienhart | 12.07.2012 - 17:50 Uhr | In: News

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Motorola Mobility, Inc. teasert Unlocker-Tool…

Logo der Motorola Mobility Incorporated

Ein geschlossener Bootloader ist etwas, das für die einen nerdig und damit unverständlich klingt, während andere sich mit der Materie auskennende User mit den Augen rollen ob der harten Arbeit, die alsbald auf sie zukommt, wenn sie ihre Geräte dennoch rooten, flashen und allgemeinen Zugriff auf’s tiefste System haben wollen. HTC hat damals auf dieses wachsende Bedürfnis nach der totalen Freiheit reagiert und ein Unlocking-Tool ins Internet gestellt, mit denen sich geschlossene Bootloader auf einfachster Weise öffnen ließen — natürlich nicht ohne darauf aufmerksam zu machen, dass dabei die Garantie flöten geht.

Motorola macht’s nun nach. Das Motorola ATRIX HD wird mit einem geschlossenen Bootloader aufwarten, so wie alle anderen Geräte aus diesem Hause auch. Aber dahingehend verspricht das Unternehmen Abhilfe, möchte ähnlich wie HTC ein Tool veröffentlichen, mit dem sich eben jene öffnen ließen. Als ein von Google aufgekauftes Unternehmen finde ich das irgendwie auch mehr als angebracht, denn in Sachen Updates hat Motorola Mobility noch immer nicht allzu viel dazu gelernt, wenn ich an das RAZR mit dem immer weiter nach hinten verschobenen Android OS Ice Cream Sandwich Update denke.