Ihr erinnert euch an Jolla, das finnische Start-Up von Ex-Nokia-Leuten, die mit MeeGo OS weitermachen wollen? In den letzten Tagen sind wieder einige Informationen rum gekommen.
Wie wir alle wissen, fallen moderne Smartphone-Betriebssysteme mit dem „Öko-System“; gibt es also genügend Entwickler und Apps? Gerade für einen Newcomer wie Jolla OS, kann das ganze etwas schwierig werden, aber nun gibt es Entwarnung: Wie Jolla selbst nämlich verkündet hat, wird man den „Application Compatibility Layer“ kurz ACL, der Firma OpenMobile nutzen. Dieser — wie der Name andeutet — stellt alles bereit damit auf MeeGo OS auch Android OS-Apps ausführbar werden. Damit sollen den Nutzern von Jollas MeeGo-Gerät von Anfang an alle Android-Apps zur Verfügung stehen, auch wenn das eigentliche Öko-System aus Qt und QML besteht. Eine Anfrage bei Jolla über Twitter hat außerdem
In San Francisco finden dieser Tage die Qt Developer Days statt, ein riesiges Treffen für Qt-Entwickler, Firmen, Unterstützer und Co. Zusehen gibt es viele Workshops, außerdem wird über die Zukunft diskutiert und entschieden, nicht zuletzt gibt es auch verschiedene Vorträge.
Und so spricht auf der Keynote momentan auch George Staikos, Vice President bei RIM über das neue Betriebssystem QNX beziehungsweise dessen RIM Version BBX OS die ab 2012 zum Einsatz kommen soll. Und wie man fast schon ahnen kann, spricht er natürlich über Qt. Und so wurde von ihm bekannt gegeben, dass das neue BBX System Qt unterstützen wird, sowohl auf Smartphones, Tablets und anderen Geräten. Außerdem will RIM ein spezielles Qt-Team zusammenstellen, welches sich an der Entwicklung und der Zukunft des Qt-Projektes beteiligen soll. Damit ist RIMs Beteiligung an Qt tiefer als zunächst erwartet wurde.
Damit könnte RIM, denen es in letzter Zeit eher schlecht ging, eine Menge Entwickler abfassen, welche mit Nokias Windows Phone Strategie nicht wirklich warm werden, sondern das Qt-Framework bevorzugen. Auch für die anderen Plattformen dürfte dieser Schritt von Vorteil sein, da so mehr Entwickler, also mehr Apps zu erwarten sind.
In einem Interview von The Verge, hat Nokia-CEO Stephen Elop gesagt, dass er starkes Potential in Windows 8 Tablets sieht. Einen Kommentar über zukünftige Nokia-Tablets mit Microsoft Windows 8 wollte er nicht machen.
„Die Benutzerführung von Windows 8 ist im Wesentlichen eine aufgeladene Version des Nokia Lumia-Erlebnis. Und sehen Sie die Parallelen und Chancen für Gemeinsamkeit aus der Sicht der Nutzer. Und klar sehen wir eine vielseitige Gelegenheit, ohne konkret zu kommentieren, was möglicherweise in der Zukunft bedeuten.“
Hier gibt es ein kleines Video von dem Interview von:
Es gibt da eine andere Sache, worauf Stephen Elop immer noch besteht: Damals, als das Nokia N9 vorgestellt worden ist, und kurze Zeit später bekannt wurde, dass es das letzte MeeGo OS-Smartphone sein wird, wurde Folgendes kommuniziert: „Bei dem Nokia N9 geht es rein um die Erfahrung und um das User Experience, das wir später gezielt einsetzen werden.“ Auch im Video sagte er dasselbe.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nokia eines Tages ein Android OS-Smartphone mit der Swipe UX-Oberfläche und Qt-Unterstützung präsentiert, aber worauf bereitet sich Nokia vor?
Autor:
Kamal Vaid |
21.06.2011 - 04:53 Uhr | In: News
88
Wie nicht anders erwartet, hat Nokia heute in Singapur sein Flaggschiff-Smartphone, das „Nokia N9“ vorgestellt. Ein Smartphone, bei dem Nokia extrem viel Wert auf das Design gelegt hat; alles soll miteinander harmonieren, so Nokia in seiner Beschreibung.
Das rechteckige und industrielle Gehäuse des N9 besteht aus einem Polycarbonat-Unibody – ein Material, das einen hervorragenden Empfang bieten soll. Außerdem ist es das erste Smartphone weltweit, das fast kaum Tasten hat. Das Display ist bogenartig nach außen geformt, dieses soll die Wisch-Gesten vereinfachen.
Die Nokia-eigene Oberfläche „Swipe UX“, die auf dem N9 arbeitet, besteht aus drei Ansichten: „Events“ – „Applications“ –„Open Apps“. Einzige Navigationsmethode: Wisch-Gesten. Unter „Events“ findet der Nutzer alle Benachrichtigungen –sei es Facebook oder eine SMS. Die Ansicht „Applications“ ermöglicht das Öffnen neuer Applikationen. Und die „Open Apps“-Ansicht bietet die Möglichkeit zwischen mehreren Apps zu springen.
Nokia ist nun der zweite Hersteller, nach Apple, der auf die kleineren SIM-Karten setzt; das Nokia N9 hat einen microSIM-Karten-Slot.
8-Megapixel Weitwinkel Carl Zeiss-Kamera mit Autofokus und Dual-LED
720p HD-Videoaufnahme sowie Wiedergabe auf einer Bildfrequenz von 30fps
Dimension: 116mm hoch x 61mm breit x 12mm dick
Gewicht: 135g
Interner Speicher: 16GB v 64GB
Synchronisierung mit Microsoft Outlook sowie Microsoft Exchange ActiveSync
Das N9 ist ein vollwertiges Qt-Smartphone. Um Applikationen für das N9 zu schreiben, können Entwickler auf das bestehende und native Nokia Qt SDK zurückgreifen. Alle Apps ab Version 4.7 sind aufwärtskompatibel.
Das Nokia N9 wird es in drei Farben – Schwarz, Cyan und Magenta – geben. Es soll später in diesem Jahr erscheinen. Einen Preis sowie konkrete Verfügbarkeit hat Nokia nicht genannt.
Für Entwickler hat Nokia eine spezielle Seite veröffentlicht, die über Richtlinien sowie Entwicklung von Apps für MeeGo OS Harmattan informiert.
Autor:
Kamal Vaid |
11.02.2011 - 10:56 Uhr | In: News
3
2008 wurde Qt von Nokia aufgekauft. Qt ist eine plattformübergreifende Entwicklerumgebung; Entwickler müssen ihre Apps nicht für unterschiedliche Plattformen entwickeln. Sie läuft derzeit auf Symbian OS 3 und soll auch MeeGo OS erreichen.
Mit der Bekanntgabe der neuen Plattform – Windows Phone 7, welche Nokia hauptsächlich für ihre Smartphones nutzen wird, gibt Nokia auch bekannt, dass Qt bei Symbian OS und MeeGo OS bleiben wird. Windows Phone 7 bekommt keine Qt-Unterstützung.