Früher haben die Akkus der Telefone eins bis zwei Wochen, wenn nicht mehrere Tage durchgehalten. Heute, wo die Produkte einfach mehr können, schaffen wir gerade mal einen Tag — höchstens zwei.
Die Leistung des Akkumulators lässt sich schwer verbessern: Höhere Energiedichte und andere Materialien sorgen zwar für einen anderen Wirkungsgrad, doch dadurch wird der Akku auch größer und damit schwerer — was ein Dilemma ist, weil wir wollen halt dünnere und leichtere Geräte, oder nicht?!
Unabhängig von unserem Luxus-Problem, gibt es Ort auf dieser Welt, wo kein Strom fließt. Trotzdem möchte man diesen Menschen das mobile Telefonieren ermöglichen.
Höchste Zeit also für Alternativen.

Seit mehreren Jahren forscht Nokia an solarbetriebene Handys. Das Forschungsprojekt wurde nun beendet und man ist zu dem Entschluss gekommen, dass solarbetriebene Handys zwar möglich, aber nicht praktisch sind.
Wie sah Nokias Testverfahren aus? Nokia hat einen Prototypen mit einer Solarzelle auf dem Rücken entwickelt, und diesen seit Sommer letzten Jahres getestet. Es gab fünf Exemplare: zwei in der Arktis, ein in Schweden, ein in Kenya und das letzte Exemplar in der Ostsee.
Nokia sagt, es sei noch ein weiter Weg, bis die Geräte sich selbst mit Energie versorgen können. Die Prototypen konnten höchstens den Standby-Modus stabil halten. Große Barrieren sind Platzmangel und Haltung. So richtig zweckmäßig lässt sich die Solarzelle nur auf dem Rücken platzieren — und der ist knapp. Damit das Telefon ständig aufgeladen werden kann, muss es außen getragen werden — um den Hals hängen, zum Beispiel. In der Regel liegt es in der Tasche, oder man hat es in der Hand, sodass man auf das Display sehen kann; gleichzeitig schirmt man die Rückseite ab.
Detaillierte Informationen findet Ihr auf dem Nokia Solar Charging Blog.
Also höchste Zeit für etwas anderes (kinetisches Aufladen?)…