Android OS und Co. können heimlich Bilder „stehlen“ und im Internet hochladen — US amerikanische Regierung wird auf diesen Missstand aufmerksam.

Okay, das geht tatsächlich gar nicht: Ihr ladet Euch eine Applikation aus dem Market beziehungsweise Apples App Store herunter, die in ihren Berechtigungen nur nach der Erlaubnis nach Internet fragt — aber nicht, ob sie Eure Fotos benutzen und hochladen darf. Und nun stellt Euch vor, Ihr macht ein Foto von Eurer Liebsten — vielleicht gar ein Foto, das Ihr auch nicht unbedingt Euren Eltern zeigen würdet — und Ihr müsst es plötzlich auf einer offiziellen Webseite für Fotografie wiederfinden — weil eine Applikation das Foto dreisterweise veröffentlicht hat.
Gut, ob diese Möglichkeit genutzt wird, ist die andere Frage, die nun untersucht wird. Der US-Senator Charles Schumer hat die Federal Trade Commission, die amerikanische Handelsbehörde, nämlich dazu aufgefordert, zu untersuchen, ob und welche Applikationen Bilder und Kontaktdaten ohne jedes Einverständnis weiter verbreiten beziehungsweise verwenden. Schumer geht sogar noch weiter und möchte Hersteller dazu bringen, die Sicherheitsmaßnahmen in ihren Smartphones derart hochzuschrauben, dass Applikationen derartiges gar nicht mehr tun können.
Ich muss gestehen, ich finde es beängstigend, welche Löcher im System wie in einem Schweizer Käse immer mal wieder auftauchen, durch das nicht nur Mäuschen in unsere Privatsphäre dringen. Ein Anwender, der sich auskennt, mag sich in einem gewissen Rahmen wehren können — aber was ist mit all jenen, die ein Smartphone wie ein Küchenmesser nutzen? Es ist halt da, es ist praktisch, es wird genutzt, wenn es gebraucht wird — solche Anwender sind ein gefundenes Fressen solcher Apps.
Aber wollen wir mal nicht übertreiben, vielleicht wird die FTC feststellen, dass es keine in Schafspelze versteckten Wölfe unter den Applikationen gibt.
Was sagt Ihr dazu?