Microsoft gibt Vorschau auf Windows Phone 8 — neue Version kommt mit Nokia Karten, neuem Start-Screen und ist Business-ready

Autor: Kamal Vaid | 20.06.2012 - 19:56 Uhr | In: Betriebssysteme, News

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Neues Betriebssystem von Microsoft bringt zahlreiche Features.

Windows Phone OS 8

Software-Hersteller Microsoft hat auf dem heutigen Entwickler-Event das nächste Windows Phone OS — auch bekannt als „Apollo“ — enthüllt. Dabei wurden keine Einzelheiten genannt, sondern einige große Hauptfeatures:

Shared Windows Core

„Shared Windows Core“ ist ein Oberbegriff — quasi das Rückgrat von Windows Phone OS 8 und Windows 8. Obwohl Endkonsumenten mit Shared Windows Core nichts anfangen können, ist dieser doch wichtiger als gedacht. Im Grunde besitzen beide Plattformen, Windows 8 und Windows Phone 8, eine Grundlage in der Systemschicht: dasselbe Dateisystem, den gleichen Kernel, die gleichen Netzwerkfähigkeiten und das gleiche Multimedia. Dieses Feature macht das Leben der Entwickler nicht nur einfacher, da das Portieren von Windows 8-Apps auf Windows Phone 8 problemloser wird, sondern bringt auch Unterstützung für neue Hardware mit sich. Windows Phone OS 8 kann auch auf Multi-core Plattformen arbeiten. Neben der aktuellen Displayauflösung WVGA (= 800×480 Pixel; 15:9) wird es auch WXGA (1280×768 Pixel 15:9) und 720p HD (= 1280×720 Pixel 16:9) geben.

Ein weiters Hauptfeature ist Unterstützung für microSD-Karten. Mit dem nächsten Windows Phone OS werden Nutzer ihre Daten auf eine Speicherkarte ablegen können. Diese kann aus dem Gehäuse entnommen und zum Beispiel von einem PC gelesen oder beschrieben werden. Das aktuelle Windows Phone kann es nicht — das nächste wird’s können.

Native Code

Auch unter dem Begriff „Native Code“ können sich die Wenigsten etwas vorstellen. Dieses Feature wird Entwickler erlauben, High-End Spiele — in eigenen Worten: „Killer-games“ — von Windows auf Windows Phone 8 zu portieren. Hierfür werden es Hardware-mächtige Geräte geben, so Microsoft.

Nokia hat‘s bereits mit dem Lumia 610 NFC — Microsoft wird‘s nativ machen: Wir sprechen über NFC. Near field communication. Nahfeldkommunikation, das im System integriert ist. Dieses Feature ist interessant, da Microsoft hier mit zahlreichen Mobilfunkanbietern kooperiert. Ziel ist es: Das physikalische Portemonnaie in ein virtuelles umzuwandeln. Anders als bei Google Wallet, wird Microsofts Lösung, ebenfalls Wallet genannt, auf eine spezielle sichere SIM-Karte basieren, statt auf das Gerät. „Das ist den Netzanbieter auch lieber, da nicht jedes Gerät die vorausgesetzte Sicherheit bietet“ — so Microsoft. Wie das Passbook von Apple im iOS 6, wird auch Windows Phone OS 8 Kredikarten oder Mitgliedskarten behausen. Hierfür wird es eine Drittanbieter-API geben. Das Bezahlen mit der Karte oder Betreten eines Clubs klappt über eine Berührungsgeste. Wirklich cool: In-Käufe können über Windows Phone Wallet gemacht werden.

Und eines der größten Enthüllungen ist: Microsoft wird Nokias NAVTEQ-Technologie statt die eigenen Bing Maps in Windows Phone OS 8 verwenden. In erster Linie heißt das: Ein Stück weniger Exklusivität für Nokia-Smartphones, doch etwas mehr für das Windows Phone-Ökosystem, da nun alle Windows Phones — egal ob HTC, Samsung, LG oder Acer — eine vollwertige Offline-Navigation erhalten.

Enterprise-ready

Ready for Business ist der nächste Punkt. Windows Phone OS 8 ist endlich soweit und kann im Enterprise-Sektor eingesetzt werden. Das Betriebssystem unterstützt sicheres Booten, Datenverschlüsselung, Gerätemanagement und In-House-Distribution. Heißt: Proprietäre Apps müssen nicht über den Marketplace von Windows Phone OS verteilt werden.

Das letzte Feature: Der Startscreen. Windows Phone-Nutzer werden diesen bald deutlicher personalisieren können. Man kann die Größe der Live Tiles bestimmen und variieren; gibt vier Größen. Dabei gilt, je größer das Live Tile ist, desto mehr Informationen zeigt es an. Hinzu kommen neue Farben für die Optik.

Windows Phone OS 8 wird mit einer neuen Generation von Geräten im Herbst 2012 verfügbar sein. Bestehende Geräte erhalten kein Upgrade auf das neue Betriebssystem.

Microsoft Windows Phone 7 – A-Z, alles was Du darüber wissen solltest

Autor: Kamal Vaid | 13.10.2010 - 16:12 Uhr | In: News

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Windows Phone 7 wurde vor 18 Monaten geplant, und dabei von mehr als 50.000 Menschen, 10.000-mal getestet. Es ist das Ergebnis von Einfachheit bei alltäglichen Sachen – dabei steht der Punkt Schnelligkeit besonders im Vordergrund. Die Oberfläche von Windows Phone 7 basiert auf Microsoft Zune und Windows Media Center – letztendlich sind es dieselben Designer, sagte man uns. Das Betriebssystem ist stark auf Cloud-Services ausgelegt. Startschuss für erste Windows Phone 7-Smartphones ist der 21. Oktober – die USA profitiert ab November von Windows Phone 7. Weil Microsoft in kürzester Zeit ein komplett neues Smartphone-Betriebssystem aufgestellt hat, fehlt leider noch einiges. Ab 2011 kommt die Funktion „Cut, Copy & Paste“, hinzu. Darüber hinaus überlegt man sich, ob Adobe Flash integriert werden könne – Microsoft hat sich kristallklar deklariert, dass man nichts gegen andere Laufzeitumgebungsplattformen wie Adobe Flash hat.

Alles beginnt mit der Ausgangsanzeige – „Homescreen“ – diese kann man individuell mit den „Live Tiles“ gestalten. Live Tiles sind eine Art Kacheln, die entsprechende Informationen bereitstellen oder sie verknüpfen eine App oder einen Kontakt, sodass man schneller zugreifen kann. Dynamische Inhalte können sein: Status-Updates aus Facebook und Twitter, E-Mails, SMS, Kalender und vieles mehr. Die Live Tiles kann man anhand der Drag&Drop-Geste frei auf dem Homescreen platzieren. Grundlegend gibt es nicht mehr als drei bis vier Farben, die gleichzeitig angezeigt werden. Die Hintergrundfarbe der Kacheln lässt sich in acht bis zehn Akzenten ändern.

Einige Live Tiles sind den „Hubs“ untergeordnet. Windows Phone 7 bringt mehrere Hubs, welche auch die Kernpunkte des Betriebssystems sind: