Greenpeace e. V. setzt sich für grünen Strom bei Apple ein.

Wir sind ständig online. Checken unsere Mails und Updates in der Bahn, im Bett, manche gar im Bad. Wir lesen Zeitung und schauen einen Film auf dem iPad, während wir eine SMS auf dem iPhone schreiben — das alles braucht Energie. Strom. Und seit der Atomkatastrophe in Fukushima wissen wir auch um die Gefahr dessen, was hinter der scheinbar harmlosen Steckdose lauern könnte.
Seitdem hat sich viel bewegt, besonders in Deutschland. Grüner Strom ist populär geworden, wer noch nicht auf diesen umgestellt hat, traut sich mittlerweile gar nicht mehr, seine Ignoranz zuzugeben. Genau der richtige Zeitpunkt für Greenpeace, den Herstellergiganten Apple öffentlich anzuprangern. Denn das reichste Unternehmen von Amerika hat bisher noch nicht umgestellt, bezieht noch immer rußigen Kohlestrom. Damit hinkt er anderen Unternehmen hinterher: Facebook, Yahoo! sowie Google haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt und sich dem neuen Umweltbewusstsein angepasst.

Aus diesem Grunde projizieren seit heute Nacht Hightech-Laser aktivistische Botschaften direkt auf das Hauptgebäude von Apple in Cupertino, Kalifornien in USA. Mit dieser Einstellung ist Greenpeace übrigens nicht alleine: 216.000 Menschen haben die Online Petition „Clean Our Cloud“ bereits unterzeichnet. Dazu äußert sich Phil Redford, Geschäftsführer von Greenpeace in den USA, folgendermaßen:
„Bisher haben die Verantwortlichen bei Apple die Hunderttausenden von Menschen ignoriert, die sauberen Strom für die iCloud fordern. Wir Apple-Kunden lieben unsere iPhones und iPads, aber wir wollen keine iCloud, die mit schmutzigem Kohlestrom betrieben wird.“
Ich bin keine Extremistin und stehe Aktivismus immer skeptisch und kritisch gegenüber, weil ich denke, dass viele Menschen gerne auf einen populistischen Zug aufspringen, ohne je tief über eine Sache, die sie einfordern, nachgedacht zu haben — die Wechselwirkungen und Konsequenzen dessen zu kennen. Grüner Strom ist wichtig — aber ein generelles Umdenken noch viel mehr. Denn grüner Strom reicht alleine nicht, um die Welt zu verbessern, wenn wir ansonsten so leben wie zuvor. Tun wir das, ist grüner Strom nichts als eine Farce, um das kollektive Gewissen zu beruhigen. Der Tropfen auf dem heißen Stein.
Wie seht Ihr das?