Staaten haben 2012 21.000-mal Einsicht in Googles Nutzerdaten verlangt
Autor: BestBoyZ Crew | 14.11.2012 - 19:16 Uhr | In: News
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Datenschutz? Demokratische Staaten wollen immer öfter schauen, was Bürger bei Google so treiben…
Google gilt als eine der größten Datensammelkraken weltweit. Ob das nun stimmt, sei dahin gestellt, Fakt ist jedenfalls ein anderer: Immer öfter verlangen staatliche Institute die Einsicht in die gesammelten Nutzerdaten. In der ersten Jahreshälfte 2012 wurden 21.000 Fälle gezählt. 16.000 waren es im Jahr zuvor…
Die USA liegt mit knapp 8.000 Verfügungen auf Platz 1, Deutschland liegt hingegen auf Platz 5. Doch selbst der Vorsitzende des Transparenz-Büros von Google, William Echikson, nennt diese Entwicklung „besorgniserregend“, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass es sich hier um demokratische Einrichtungen handelt, die sich sonst um Datenschutz ihrer Bürger bemühen (sollten).
Ich persönlich empfinde die Entwicklung nicht als befremdlich, sondern als logische Konsequenz der technischen Versiertheit des täglichen Lebens: Besonders für Strafverfolgungsbehörden ist es verlockend, unter dem Schutzmantel der Moral mithilfe solcher Daten nach „Verbrechern zu jagen“. Und wie wir wissen, wird alles, was möglich ist, nunmal auch gemacht…

Ismail
schrieb am 14.11.2012 um 19:21:57 Uhr
“als logische Konsequenz der technischen Versiertheit des täglichen Lebens: Besonders für Strafverfolgungsbehörden ist es verlockend”
Dieses Argument könnte ich in einer Diktatur verstehen, aber wir leben doch in einer Demokratie, in der wir uns unsere Rahmenbedingungen mehr oder weniger selbst aufbauen.
Wir sollten als Bürger vieeel vorsichtiger sein, was wir unserem Staat und unseren Sicherheitsbehörden erlauben.
TheChrystal
schrieb am 14.11.2012 um 20:08:59 Uhr
Man muss allerdings auch dazusagen, dass die Digitale Welt ganz neue Wege des Verbrechens ermöglicht hat. Als findiger Hacker kann man seine Spuren verwischen, ein Alibi erschaffen oder sich sonst irgendwie der Verfolgung entziehen.
Außerdem können Diebstähle aller Art ganz einfach über das Netz stattfinden – immer das nötige Know-How vorausgesetzt.
Dies sollte man meiner Meinung nach berücksichtigen, bevor man jeglichen Schritt der Regierung in diese Richtung scharf verurteilt.
Rick
schrieb am 14.11.2012 um 20:34:24 Uhr
Die Frage ist eben immer wo die Grenze gezogen wird, was ist gesetzlich und ethisch noch vertretbar und was nicht.
Grundsätzlich finde ich, sollte man mit seinen persönlichen Daten im Internet so spärlich wie möglich umgehen.
dop
schrieb am 14.11.2012 um 21:32:05 Uhr
Seit wann leben wir hier bitte in einer Demokratie?
Unsere Regierungsform Demokratie zu nennen ist einfach nur lachhaft! Was haben die Bürger bei uns schon zu sagen? Alle 4 Jahre ein Kreuzchen machen für eine Partei die sowieso nur leere Versprechungen macht, hinter verschlossenen Türen Geheimverträge ausarbeitet, sich von der Lobby LEGAL bestechen lässt und der das Wohl vieler Bürger am Allerwertesten vorbei geht!
Demokratie… Dass ich nicht lache!
Grey Fox
schrieb am 15.11.2012 um 00:20:25 Uhr
absolut richtig dop !!!!!!!!!
Wukong
schrieb am 14.11.2012 um 20:07:14 Uhr
Soviel zu Datenschutz !
ich eben
schrieb am 14.11.2012 um 20:39:24 Uhr
oh, ein albtraum den ich jedesmal kriege wenn ich mich wo anmelde: DER GLÄSERNE MENSCH
lange kanns ja nicht mehr dauern -.-’
GAst
schrieb am 14.11.2012 um 23:30:32 Uhr
was nutzt du den für ein OS ?
mym
schrieb am 14.11.2012 um 20:49:42 Uhr
Julia – Du schreibst Artikel und gibst dir vermutlich auch Mühe. Dafür alle Ehre.
Ohne nun weiter darauf einzugehen, in aller Kürze: Dein Verständnis von Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit finde ich besorgniserregend.
aev
schrieb am 14.11.2012 um 21:20:03 Uhr
Wünscht ihr euch ein unkontrolliertes Internet, einen rechtsfreien Raum? Hört sich super an aber spätestens, wenn die eigenen Rechte verletzt werden, verlangt man Intervention.
Ich teile Julias Ansichten. Wir müssen nur darauf achten, dass der Staat die rechtlichen und moralisch vertretbaren Rahmenbedingungen einhält. Keiner von uns will zu gläsernen Menschen werden. Grundlos wird (hoffentlich) nicht eingegriffen.
Lumia
schrieb am 14.11.2012 um 21:04:39 Uhr
Abend Kamal,
kommt das Review des Lumia 920 heute bzw. morgen noch auf YT ?
RF
schrieb am 14.11.2012 um 21:09:33 Uhr
Wann kommt endlich das Review zum 920? Ich mag langsam nicht mehr warten…
HPdich
schrieb am 14.11.2012 um 21:13:45 Uhr
WIR WOLLEN DAS NOKIA LUMIA 920 REVIEW……BITTE :’(
Wann kommt es den endlich….KAMAAAAAAL,bitte um eine Rückmeldung
Danke
Jimmy
schrieb am 14.11.2012 um 23:46:05 Uhr
ich glaub die meisten wollen die ständigen Bettelei aufhören
ab warten und nen Tee oder Kakao trinken
ABC
schrieb am 14.11.2012 um 22:53:33 Uhr
Das System ist trotzdem eie Demokratie. Fakt ist, dass ein Bürger seine Regierung in Form von z.B. Einfluss auf die Regierung seines Staates hat. Ob dir die Politik der aktuellen Partein gefällt, hat nichts mit der Tatsache ob wir in einer Demokratie leben zu tun.
Laborant
schrieb am 14.11.2012 um 23:03:54 Uhr
Naja… das Problem ist, dass viele Politiker primär die Eigene Tasche im Vordergrund sehen. Der Herr Schröder hats vorgemacht, wie man das Land zugunsten einer Firma lenkt, in der man später selbst arbeiten geht.
In jedem Wahlkampf wird gelogen und betrogen – der Bürger hat doch gar keine Chance mehr, eine ehrliche Person zu wählen. Denjenigen, welche nicht von einer Partei oder einer Firma gepusht werden, fehlen Zeit und Geld für einen Chancenträchtigen Wahlkampf.
GAst
schrieb am 14.11.2012 um 23:31:51 Uhr
naja wenn die auswahl einem nicht passt kann man immer noch selber aktiv werden
Sven
schrieb am 15.11.2012 um 06:34:29 Uhr
Naja, ihr könnt euch ja mal bei den Bürgern von China darüber beschweren, dass es in Deutschland keine Demokratie geben würde…… ^^
Fakt ist, ihr habt ein Recht auf Wahlen, die völlig geheim stattfinden. Ihr habt das Recht jederzeit eure Meinung zur Regierung abzugeben. Demos etc……. Das wäre in nichtdemokratischen Ländern nicht möglich. Freien Zugang zum Internet. Die Chinesen hätten dies auch gerne.
Es kann nicht erwartet werden, dass man zu jedem Furz eine Bürgerbefragung durchgeführt wird. Das wäre auch viel zu teuer von der Organisation her. Daher wählt man ja auch alle 4 Jahre die “Volksvertreter”. Wenn ihr die falschen wählt, dann ist das euer Problem. Übrigens, jedem ist freigestellt sich selbst in der Demokratie zu engagieren und es besser zu machen. Dies ist auch ein Charakteristikum der Demokratie…..
Und wenn jemand mal meint Deutschland wäre keine Demokratie, dann solle man mir eine wahre Demokratie zeigen.
Nils
schrieb am 15.11.2012 um 11:29:37 Uhr
Volksvertreter oder Volksverräter? Dass die Bürger hier viel Rechte haben und sagen können was sie wolle hat ja niemand bestritten, es ist bloß so dass der bürger in dtl nix zu sagen hat, er kann sein häkchen setzten wo er will, hat nur die wagl zwischen pest und colera. Schau dir mal die schweiz an, da gibt es noch echte demokratie!!! Leider muss ich wohl trotz meiner liebe zum vaterland in die schweiz auswandern.
Nieder dem Zentralismus der uns all die Probleme nur eingebrockt hat!!!!!!!
Laborant
schrieb am 15.11.2012 um 13:23:11 Uhr
@Nils: Da muss ich als Schweizer mal kräftig Husten. In der Schweiz kann man wählen wen man will, zwei wochen nach der Wahl ist der dermassen von der Pharma-, Bau- oder Banklobby umgarnt, dass er bestenfalls ein Lobbyvertreter aber kein Volksvertreter mehr ist.
Bestes Beispiel: Herr Minder. Der hat bevor er ins Parlament kam, eine sogenannte “Abzockerinitiative” lanciert… die wurde im Parlament dermassen verzögert, dass der Herr Minder einen (erfolgreichen) Wahlkampf führte und sich vom Kanton Schaffhausen in den Ständerat wählen liess. (Der gute ist Firmenchef und hat mittlerweile sowohl Zeit wie auch Geld).
Mittlerweile – er ist nun schon eine gute Zeit im parlament – dachte er schon Laut drüber nach die Initiative zurückzuziehen, welche er selbst lanciert hat und für deren Beschleunigung er eigentlich Ständerat werden wollte.
Das ist doch einfach nur noch Abartig… oder?
Nils
schrieb am 15.11.2012 um 20:56:38 Uhr
Ich weiß dass es in der Schweiz auch ziemlich scheiße abgeht, aber man muss auch sagen, dass um so kleiner ein Land ist um so bessere Demokratie möglich ist. Eigentlich ist mir desshalb Deutschland schon fast zu groß. Ich find einfach nur das Konzept in der Schweiz gut, wie es wirklich umgesetzt ist kann ich nicht sagen, ich denke jedes System bringt viele Volksverräter mit sich… Aber in Deutschland kann man wirklich nichts verändern. Zwei Kreuzchen und dann wars das, das Deutsche Volk ist eben nur leider so dumm sich immer alles gefallen zu lassen, das ist einfach nur traurig…
Laborant
schrieb am 15.11.2012 um 21:34:51 Uhr
Das Zauberwort heisst nicht unbedingt “Direkte Demokratie” sondern “Föderalismus”. Wenn in Deutschland von Berlin etwas bestimmt wird, haben es alle so hinzunehmen.
Mittlerweile hat sogar Brüssel die Macht, Berlin zu überstimmen… ich mein WTF?
Wenn in der Schweiz von Bern etwas bestimmt wird, können sich Kanton und die Gemeinde wehren.