Programmierer fordert mehr Sicherheitsbestimmungen für den Google Play Store
Autor: Julia Lienhart | 26.07.2012 - 15:55 Uhr | In: Betriebssysteme
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Matt Gemmell fordert: Google Play Store gehört als geschlossene Gesellschaft deklariert.
Nun, ganz so drastisch ist es nicht, wie ich es oben zugespitzt formuliert habe. Aber dennoch hat der App Programmierer Matt Gemmell in einem Blogpost erklärt, wie wichtig es sei, den Google Play Store zu sichern, also die Sicherheitsbestimmungen hochzuschrauben. Das Android OS Betriebssystem war zu Beginn eine Plattform für alle Revolutionäre, die kein iPhone haben wollten. Sie schätzten den freigeistigen Gedanken hinter dem offenen System, die Unternehmensstrategie seitens Google, das Ganze als Open Source anzubieten.
Hier war einfach jeder willkommen — und nicht jeder Gast war freundlich. Matt führt auf, dass viele Gäste was mitgehen ließen, das Internet sei voll von geklauter Software. Das Problem dabei: Die Nutzer suchen im Netz nach APKs, finden sie innerhalb weniger Sekunden, laden sie auf ihre Geräte herunter und haben schon Malware installiert — und dafür braucht‘s keine Root-Rechte, um diesbezüglich Schaden anzurichten. Für die Entwickler hingegen bedeutet das kein Geld. Denn anstatt für die Applikation regulär im Play Store zu bezahlen, wird sich anderswo beschafft, wofür der Google Play Store, ehemals Android Market, ein Bedürfnis schuf.
Darum fordert der Programmierer weiterhin, dass Verbraucher die Apps bezahlen müssen. Das wäre nicht nur für Google und nicht nur für die User gut, sondern auch für Developer, besonders diejenigen, die nicht allzu bekannt sind. Die Freizügigkeit ist ein Fehler, schlussfolgert er:
„The system is designed for piracy from the ground up. The existence of piracy isn’t a surprise, but rather an inevitability.“
Ein recht hartes Urteil, wenn man bedenkt, dass besonders die Offenheit so sehr geschätzt wurde. Ein sicherer Google Play Store – wie steht Ihr dazu?

TommesJay
schrieb am 26.07.2012 um 16:06:32 Uhr
Der Mann hat absolut Recht. Ein ernsthafter Developer möchte doch mit seinen Werken Geld verdienen und das ist sein gutes Recht. Da wundert es mich nicht wenn Entwickler iOS als Plattform Android vorziehen. Wer hat denn wirklich einen Vorteil von der Offenheit? Eigentlich nur geizige Konsumenten.
Picasso
schrieb am 27.07.2012 um 11:16:58 Uhr
Weils auf iOS ja nicht möglich ist sich die Apps Illegal zu besorgen oder wie?
Jeder den ich kenne, Jung oder Alt, der ein IPhone sein eigen nennt hat auch einen Jailbreak und zieht sich Apps, genau wie auf Android.
shaft
schrieb am 27.07.2012 um 11:56:18 Uhr
Das mag ja zustimmen bei Leuten die du kennst, aber Tatsache ist nunmal das bei iOS die Kaufbereitschaft um ein vielfaches höher ist als bei Android.
Was ja nicht heisst das es dort nicht auch schwarze Schafe gibt, nur ist der Anteil an Raubkopien bei iOS wohl nicht so hoch, daß Entwickler anlass sehen sich darüber zu beschweren.
Picasso
schrieb am 27.07.2012 um 12:59:35 Uhr
Und hast du Zahlen für diese “Tatsache”?
DerGerät
schrieb am 26.07.2012 um 16:14:32 Uhr
You are a Pirat!
lol
schrieb am 26.07.2012 um 16:16:33 Uhr
kein gutes bild ausgewählt
Chris
schrieb am 26.07.2012 um 16:19:31 Uhr
Naja, man kann sein iPhone auch so modifizieren, dass ,am verschiedene Apps runterladen kann, ohne dafuer zu zahlen.
Und die dafuer benoetigten technischen Kenntnisse sind auch nicht viel hoeher als die fuer das installieren von APK’s.
Dirk
schrieb am 26.07.2012 um 16:34:52 Uhr
Ja nur, dass du bei Andoid die gefährlichen Apps auch schon im offziellen Google Play Store bekommen kannst ohne vorheriges modifizieren oder super Smartphone Kenntnisse.
Danginello
schrieb am 26.07.2012 um 16:20:31 Uhr
Ich finde die Idee auch gut. Apps kosten ja eh nicht die Welt. Wer da noch illegal lädt, schädigt langfristig das System
Unbekannt
schrieb am 26.07.2012 um 16:37:17 Uhr
Ich muss dem ganzen schon recht geben… Das problem is aber das es auch Leute gibt die gezwungen sind sich die APK’s zu holen… Ich würde die Apps ja selber kaufen, aber das Problem is einfach das man sie nur per Kreditkarte kaufen kann und nich so wie bei Apple zum beispiel mit den Itunes Karten… Und da ich und viele andere in meinem Alter keine Kreditkarten haben, muss man sich die Apps halt so holen …
Chris
schrieb am 26.07.2012 um 16:53:30 Uhr
Es gibt doch Prepaidkreditkarten. Also wenn du wirklich wollen wuerderst, dann koenntest du dir die Apps auch so holen.
Herbie
schrieb am 26.07.2012 um 17:08:23 Uhr
“Muss man sich die App halt so holen…”
Aha, weil du ein Recht auf diese Apps hast?
Wenn du nicht die Möglichkeit hast sie dir legal zu besorgen, rechtfertigt das nicht sie illegal zu besorgen. Dann besorgst du sie dir halt nicht.
Picasso
schrieb am 27.07.2012 um 11:18:49 Uhr
Blödsinn für die meisten Apps gibt es Kostenlose Alternativen.
Unti79
schrieb am 26.07.2012 um 16:55:51 Uhr
Mittlerweile kann man auch mit seinem D1,Vodafone und O2 Konto im Store bezahlen. Der Betrag wird mit der nächsten Rechnung bezahlt oder direkt vom Prepaid Guthaben abgezogen. Diese Ausrede ist also längst nicht mehr gültig!
HandyAndy
schrieb am 26.07.2012 um 16:57:21 Uhr
Seit wann födert ein System Piraterie, nur weil man installieren kann was man will? Wie sollen dann PCs gerechtfertigt werden?
Anstatt nur wieder daran zu denken, dem Konsumenten möglichst hart zwischen die Beine zu treten könnte man vielleicht auch mal normale Bezahlungsmethoden einführen. Ich habe zwar eine Kreditkarte und nutze die auch für Google Play, aber wie viele Android Nutzer in Europa haben das schon?
Herbie
schrieb am 26.07.2012 um 17:13:02 Uhr
Armselig wie hier immer noch die Bezahlmöglichkeiten als Ausrede benutzt werden.
Selbst an unserer kleinen Dorftankstelle kriege ich Prepaid Kreditkarten.
Aber wer gibt schon gerne zu das er sich ein Android Phone angeschafft hat, um eben alles kostenlos zu bekommen.
Passt hier ganz gut rein.
https://www.facebook.com/DEADTRIGGER/posts/228353737287174
Tom
schrieb am 26.07.2012 um 17:15:07 Uhr
Ich finde die Offenheit geht vor, da müssen halt andere Lösungen her aber ein “sicherer PlayStore” würde die Vorteile von Android gegenüber iOS aufheben. Bzw. wenn man keine APK´s mehr installieren könnte!
Randy
schrieb am 26.07.2012 um 20:44:34 Uhr
Was für einen Vorteil Android? Android Apps sind heute doch nicht besser als iOS Apps, weil man sie als .APK installieren kann. Was Apps angeht, ist eh iOS meilenweit vor Android.
Alexmuhaha
schrieb am 26.07.2012 um 17:24:13 Uhr
Ich würde sagen dass google auch solche guthabenkarten wie apple machen sollte dies für den itunes gibt denn dann würden es glaube ich auch mehr leute aus dem play store laden weil es wollen ja nicht alle ihre daten angeben.
joban
schrieb am 26.07.2012 um 17:33:56 Uhr
Alle die keine Kreditkarte haben , sucht mal nach cash4web von MasterCard das kann man auch uberall kaufen…
derTester
schrieb am 26.07.2012 um 18:10:31 Uhr
Cash4Web kriegt man aber nur in Österreich…
Ich hab mir eine kostenlose Kreditkarte (zum aufladen) bei Netteller geholt… Alles kostenlos, sogar das Aufladen (geht über Onlinebanking etc.)
Also wenn man will, dann kriegt man das hin mit dem bezahlen im Playstore… Das mit der Handyrechnung geht auch nur wenn man die StockFirmware drauf hat, bei AOSP/AOKP – Mod geht das nicht ;)
Paysafecard – das wäre das beste für den Playstore, kriegt man in jeder Tankstelle / Supermarkt (in Deutschland und Schweiz) und man kann damit fast überall online zahlen – also wäre es sogar besser als die Itunes Karte (geht nur für Appstore / Itunes )…
;) Was ich ganz witzig finde, wer sein Iphone/Ipad gejailbreakt hat, der lädt z u 95% auch Installous auf sein Handy…. Und über Installous was zu besorgen ist einfacher als die Apk-Datei erst herunterzuladen und dann zu installieren…
Der Appstore macht halt seine Kohle hauptsächlich mit den Kiddies, die ihr ganzes Geld für Itunes Karten ausgeben… Kaum ein Erwachsener (normal user kein TechNerd) hat mehr als 2-3 Kostenpflichtige Apps… die meisten nutzen ihr Smartphone nur zum Telen bissle surfen usw….
so jetzt du popliger Entwickler, wenn deine Apps nicht angekommen bist selber schuld und zu behaupten die Apps würden sich im Playstore schlecht verkaufen, wie beim DeadTrigger ist einfach nur erbärmlich… Schaut mal Swiftkey3 – das gibt es beim Apple nicht – und hat beim Playstore über 1mille Downloads (2,39 €) —- also wenn man was gescheites programmiert dann verkauft es sich auch…. ein billiges Spiel ala 1000.0000 Kopie von Angry Birds kann sich nicht verkaufen, egal bei welchem Store !!!!!
shaft
schrieb am 26.07.2012 um 18:24:35 Uhr
Es ist also in Ordnung die App illegal zu beschaffen, wenn sie in deinen Augen eh unwürdig ist?
derTester
schrieb am 26.07.2012 um 18:33:24 Uhr
nein das hab ich nicht geschrieben
hab nur gesagt das es leicht ist, egal bei welchem system.
ich zahle für meine Apps, sonst hätte ich mir doch nicht eine Kreditkarte besorgt…
les erst mal was ich geschrieben habe, bevor du irgendwelche aussagen machst…
derTester
schrieb am 26.07.2012 um 18:32:00 Uhr
weitere Beispiele, dass sich apps im Playstore gut verkaufen (nur apps die es im Playstore gibt):
SPB Shell 3D – über 1Mill. Downloads für 10,50€
Beautiful Widgets – 1-5Mill. Downloads für 2,35€
OfficeSuite Pro 6 – 500k Downloads für 12,00€
Papier Kamera – 1-5Mill. Downloads für 1,49€
Camera ZOOM FX – 1-5Mill. Downloads für 1,99€
etc.etc.etc.
Könnt so weiter machen, also ies ist definitiv möglich seine Apps im Playstore zuverkaufen! Würde google weitere Zahlungsmethoden anbieten, dann sicher noch mehr…
PS: Die oben genannten zahlen, sind nur die vom Playstore, hier fehlen natürlich die legalen Downloads von Amazon, Androidpit, GetJar usw.
Lars
schrieb am 26.07.2012 um 20:49:12 Uhr
Naja kommt drauf an, was die gleichen Appentwickler in den anderen Stores verdienen oder wieviel sie an Verdienst erwartet hätten und am Ende bekommen haben. Und wieviele illegale Kiopien im Umlauf sind.
Deine Aufzähulng zeigt nicht, ob der Google Play Store überhaupt profitabel für diese Appentwickler ist oder ob das überhaupt viel ist, was sie an legalen Downloadzahlen erreichen.
Roman ( App Entwickler )
schrieb am 06.08.2012 um 12:33:48 Uhr
Da bin ich gespannt wie google es schaffen sollte Java-Apps sicher zumachen. Im Weiteren liegt es auch an den Programmierer selber, eine App sicher zu entwicklen. Das ist ja wie bei Windows und Mac: Der Entwickler sorgt selber für die Sicherheit. Daher würde ich nichts Google in die Schuhe schieben sondern mir mal eine Lösung überlegen.
VG
Roman