Misfit Shine 2

Von am 02.09.2013 um 13:00:32 Uhr veröffentlicht, 19 Kommentare Google+-Logo

Test: Misfit Shine

Shine. Entwickelt in Kalifornien und Vietnam. Handgemacht in Seoul, Südkorea.

Das Shine von Misfit Wearables ist ein kleiner tragbarer Computer, der einige Bewegungsaktivitäten aufzeichnet und diese an einer Applikation weitergibt, es arbeitet ähnlich wie das Flex von Fitbit oder UP by Jawbone. Die Besonderheit ist jedoch das Aussehen und die Verarbeitung. Wie genau das System funktioniert und ob es hilft, erfahrt Ihr in diesem Test….

Videotest

Allgemeines

Das Shine kommt von dem kalifornischen Startup Misfit Wearables. Es wurde im November letztens Jahres angekündigt und durch die Crowdfunding Plattform Indiegogo finanziert. Der kleine Tracker hat einen Durchmesser von 27,5mm (25mm breit und 25mm lang) und ist dreimal so hoch wie eine 2 Euro Münze. Dabei wiegt es leichte 10g. Die Konstruktion hat die Form einer Ellipse.

Misfit Shine

Das Gehäuse ist komplett aus Aluminium gemacht. Um genauer zu sein, ist es ein spezielles Aluminium aus der Luftfahrtindustrie. Es ist geschlossen und wasserfest bis 3 Atmosphären. Also knapp 45 Meter. Das Shine wird von einer CR2032 Knopfzellenbatterie zum Laufen gebracht. Diese soll rund 4 Monate halten. Danach kann sie von dem Nutzer selbst ausgetauscht werden. Eine zweite Batterie sowie ein kleines Metallwerkzeug zum Öffnen der Rückseite befindet sich im Lieferumfang. Beim Schließen muss darauf geachtet werden, dass die 12 auf einer Höhe mit Öffnung steht.

Tragemöglichkeiten

Für diejenigen, die das Shine am Handgelenk tragen möchte, gibt es ein strapazierbares Sportarmband aus Gummi. Es hat verschiedene Durchmesser und sitzt ganz angenehm. Ein weiterer Gegenstand ist das sogenannte Clasp. Es besitzt einen Magneten. Einerseits kann man damit die leer gesaugte Batterie entnehmen, andererseits dient es als eine Art Umklammerung.

Misfit Shine mit dem Clasp

Somit kann das Shine auf die Klamotte oder sonst irgendwo befestigt werden. Die Anziehungskraft des Magneten ist stark genug, dass sich nichts löst und verloren geht. Diese zwei Sachen werden ab Werk mitgeliefert. Wer von dem Shine so sehr überzeugt ist, kann sich ein hochwertiges und originales Lederarmband in zwei Farben oder eine Halskette kaufen.

Der Fitness Tracker

Zurück zu dem Shine. Wie genau funktioniert es überhaupt? Im Gehäuse sitzt ein hochpräziser Beschleunigungssensor mit drei Achsen, der Bewegungsinformationen interpretieren und auswerten kann. Der Algorithmus versteht aktuell 8 Arten von Bewegung: Gehen, Laufen, Radfahren, Schwimmen, Tennis, Basketball, Fussball sowie Schlafen. Bis auf auf Gehen und Laufen, müssen alle anderen Bewegungen vorher in der Applikation angekündigt werden. Das ist zwar nicht aufwendig, aber mühsam und bremst die Spontanität.

Misfit Applikation

Richtet man das Shine zu ersten Mal ein, muss man Gewicht, Größe und Geschlecht angeben. Ein Konto kann entweder über Facebook oder nativ erstellt werden. Danach setzt man ein Ziel, das täglich erreicht werden muss. Aus dem Ziel ergeben sich Punkte. In  der Applikation, die kostenlos ist, wird der Fortschritt nach einer Synchronisierung angezeigt. Der Austauschprozess arbeitet über Bluetooth 4.0 und der untergeordneten Spezifikation Bluetooth Smart. Um den Austausch zu starten, muss das Shine auf die Anzeige platziert werden. Misfit Wearables sagt, es sei eine innovative Art und Weise, wie man die Daten austauscht. Dabei ist es lediglich eine Kombination aus kapazitiver Fläche sowie drahtloser Übertragung, haben wir herausgefunden. Man kann auch zwei Finger nehmen und die Fläche betouchen um den Vorgang zu initialisieren. Das Shine muss lediglich in der Nähe sein. Ehrlich gesagt finden wir unseren Weg viel komfortabler. Die Applikation zeigt die Ergebnisse in der Tages- und Wochenansicht an. Spezielle Bewegungsarten, die man vorher unter dem Menüpunkt „Mein Shine“ angekündigt hat, werden farblich hervorgehoben. Die App ist aktuell nur für iPhone verfügbar. Android OS ist geplant. Windows Phone OS nicht…

Misfit Shine 4

Das Shine besitzt auf seiner vorderen Seite zwölf leuchtstarke LEDs. Die Oberfläche reagiert auf zwei verschiedene Sequenzgesten. Die erste: Zweimal Tippen. Dann wird einem der aktuelle Leistungsstand auf dem Shine angezeigt. 15:00 Uhr bedeuten 25%, 18:00 Uhr stehen für 50% und 21:00 Uhr sowie 0:00 Uhr stellen 75% beziehungsweise 100%. Nach dem Leistungsstand wird die Uhr angezeigt. Die konstant leuchtende LED ist der kleine Zeiger und zeigt Stunden an, während die blinkende LED Minuten angibt. Tippt man nun dreimal auf dem Shine, so aktiviert man die vorher in der App festgelegte Bewegung. Das kann Schlaf, Schwimmen oder sonst etwas sein. Der Vorgang wird genauso wieder beendet.

Zusammenfassung

Das Shine besitzt ein äußerst cooles Design. Es macht das, was es verspricht: Schritte zählen und besondere Aktivitäten protokollieren. Im Vergleich zu dem Fitbit Flex oder Up by Jawbone hat es deutlich weniger Funktionen. Das gilt auch für die Applikation. Zum Beispiel gibt es keinen Wecker mit Vibrationsfunktion. Oder einen Motivator mit Erinnerungsfunktion. Außerdem ist die Vorankündigung jeder Aktivität unkomfortabel. Wer etwas Wasserfestes mit einfachen Eigenschaften sucht, sollte sich das Shine von Misfit kaufen. Ansonsten sind andere Geräte bessere Alternativen. Der Preis liegt bei 120€

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Veröffentlicht unter: Tests

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19 Kommentare

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krucki
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Wird eine App auch noch für Android kommen?

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Landstalker
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… oder für Windows Phone

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Kamal Vaid, Artikelautor
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Hi,

nur Android OS. Windows Phone nicht.

Kamal

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krucki
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Cool, danke für die Antwort und den Test. Ein-zwei Fragen haben sich bei mir noch ergeben. Kann man auch eine Verwaltung der Daten am PC vornehmen, wie beim Fitbit Flex? Wird dieses auch noch von dir getestet? Wie sieht es mit der Archivierung der Daten aus? Gibt es auch eine Monat/Jahresübersicht?

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Landstalker
| 1401 Kommentare bisher abgegeben

“nur Android OS. Windows Phone nicht.”

War ja klar, hätte ich mir auch denken können ;)

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Kamal Vaid, Artikelautor
| 961 Kommentare bisher abgegeben

Hi krucki,

1. Eine Web- beziehungsweise Desktop-Oberfläche gibt es (noch) nicht.

2. Das Flex hat Nour gerade bei sich. Er macht in den nächsten Tagen den Test dazu.

3. Aktuell steht nur die Tages- und Wochenansicht zur Verfügung. Ich denke, es ist noch Potential für mehr.

Kamal

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ich eben
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sieht aus wie ein kleines UFO :D
wenn mich das Design nicht so stören würde, wär es eine super alternative zum Up, aber so finde ich die Variante von Jawbone doch etwas besser

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Alexxx
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ich bezweifel dass so ein teil wirlich jemand braucht, die hauptfunktion ist schritte zählen oder? aber wer braucht denn das? man kann sich doch genauso gut die zeit oder die strecke selbst notieren wenn man wirklich so ein extrem nach dem plan trainierender mensch ist! ist doch ein übelstes spießergerät, jetzt mal hand aufs herz ^^

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krucki
| 328 Kommentare bisher abgegeben

Also ich finde so ein Gerät sehr praktisch, vor allem wenn ich 1,5h im Schwimmbad schwimme und nicht pausenlos Bahnen zählen möchte.

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avaco
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Ein guter Test gut gemacht aber nochmal zurück zu den Funktionen.Erkennt das Teil irgendwie wenn ich in Auto oder S/U Bahn sitze? Oder denkt es dann ich jogge mit 50km/h durch die Stadt?

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Also soweit ich es verstanden habe, funktioniert das Teil nicht über Gps(dann hättest du eine Jogg-Geschwindigkeit von 50km/h) sondern über verschiedenste Sensoren, die die Bewegung des Armes nachvollziehen.(Würde allerdings kein Sinn machen, wenn man es sich dann mit dem Magneten festmacht :?

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holer
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coole sache gefällt mir, aber genau jetzt kommt aber brauch ich nicht warum kein Unternehmen der Welt muss meine Größe wissen geschweige wann ich schlafe wie ich schlafe wer weiss was das teil noch kein.
geht mir einfach zuweit wieso nicht gleich alle chips für jeden neugeborenen.

P.S ja macht mich fertig ich bin paranoid u. dumm komme damit klar ;)

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Auch wenn’s bisschen paranoid ist,möglich ist alles.

Für man den ganzen Schrott braich?! Jeder Quark wird jetzt zum mainstream Konsum

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HTC_ONE_4_EVER!♥
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Ganz schön teuer :-(

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finde ich ehrlich gesagt auch. Ich frage mich auch, wie viele Leute es tatsächlich benutzen würden :? Wäre es günstiger, so eher im 30 – 40 Euro Bereich, dann wäre es schon mal eher ne Überlegung wert, meiner Meinung nach…

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Das ist doch ein sehr cooles Teil!
Wer es nicht braucht, muss sich das ja nicht kaufen. Kann mir gut vorstellen, dass einige sich diesen Tracker zulegen.
Der Preis ist auch meiner Meinung nach etwas anständig, aber na ja -gibt ja nicht viel gleichwertige Alternativen.

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Michael
| 2 Kommentare bisher abgegeben

Danke für den tollen Test! Eine Frage zur Synchronisierung: Für den Abgleich der Daten mit der App muss der Tracker auf das Display gelegt werden, richtig? Weißt Du, ob Bluetooth nur dann (für die Synchronsiierung) eingeschaltet wird oder funkt der Tracker die ganze Zeit?

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Kamal Vaid, Artikelautor
| 961 Kommentare bisher abgegeben

Hi Michael,

Bluetooth muss nur aktiv sein, wenn der Sync-Prozess läuft. Ansonsten kannst Du es durchgehend deaktiviert lassen.

Kamal

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Michael
| 2 Kommentare bisher abgegeben

Hi Kamal,

Danke für Deine Antwort. Habe mich glaube ich mißverständlich ausgedrückt: Ich wollte wissen, ob das Bluetooth Modul beim Shine die ganze Zeit an ist oder ob das nur für den Sync aktiviert wird. Ich frage, weil meine Freundin Angst vor Bluetooth hat (Elektrosmog etc.) und man den Shine ja die ganze Zeit am Körper trägt.

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