Von am 11.01.2013 um 12:34:16 Uhr veröffentlicht, 37 Kommentare Google+-Logo

„Apple entwickelt kein günstiges iPhone“ — Marketing-Chef Phil Schiller

Logo der Apple Incorporated

Ohh, kennt Ihr das auch? Genau um diese Jahreszeit wiederholt sich im Internet meistens eine Behauptung: Apple plant ein günstiges iPhone. Quasi ein iPhone mini. Nur mal nebenbei: Wie sehr „mini“ kann ein 4-Zoll großes Telefon eigentlich werden, wenn sich gerade ein neuer Standard mit 5-Zoll etabliert? Wie dem auch sei, Apples Top-Management (Tim Cook und Gang) befindet sich derzeit in China, um einigen Zulieferern und Partnern einen Besuch abzustatten. Auch Phil Schiller, Senior Vice President Worldwide Marketing, ist dabei. In einem Exklusivinterview mit einer chinesischen Zeitung Shanghai Evening News stritt er das Gerücht um das Billig-iPhone allerdings ab.

„Wir sind nicht wie andere Unternehmen, die mehrere Produkte in einem Atemzug einführen, um die Anteilnahme der Verbraucher zu erhalten“ — erklärte Phil Schiller. Er sei kein Fan von einem Billig-iPhone. Weder wolle man derartiges bei Apple sehen. In den vergangenen Wochen berichteten zahlreiche Medien, unter anderem The Wall Street Journal, über ein günstiges iPhone. Nach Schätzungen läge es bei 150€.

Apple hat günstigere iPhones, jedoch sind diese nicht spottbillig: Das iPhone 4 kostet aktuell 399€, während das besser ausgestattete iPhone 4S bei 579€ liegt. Mit 679€ ist das iPhone 5 das teuerste Smartphone des kalifornischen Herstellers.

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Veröffentlicht unter: Allgemein Ausland

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37 Kommentare

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Chris
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Vor einiger Zeit wurde auch ein iPad mini abgestritten und jetzt ist es trotzdem auf dem Markt. Nicht, dass ich mir ein kleineres iPhone vorstellen oder wünschen würde, aber zu sagen, dass man nicht mehrere Produkte nach Kundenwünschen einführt, ist vielleicht doch etwas scheinheilig.

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hs
| 407 Kommentare bisher abgegeben

Ich habe das etwas anders in Erinnerung. Steve Jobs war ein Gegner von einem 7 Zoll Display, so wurde es berichtet. Sein Team war damals schon anderer Meinung, aber es wurde aus marketing- und verkaufsstrategischen Gründen so kommuniziert. “Mehrere Produkte nach Kundenwünsche”… an welche denkst du da ? Das iPad Mini ist nach meiner Kenntnis, das einzig neue Produkt im Apple Angebot. Selbstverständlich wird auch Apple sich an Kundenwünsche orientieren, um nicht am Markt oder an den Bedürfnissen der Kunden vorbei zu produzieren.

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Futsimitetsuyafatsche
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Ich würd mal sagen: Qualität statt Masse.

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Halla
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Also ich bin da durchaus geteilter Meinung. Einerseits bin ich der Meinung, dass Apple ganz gut mit ihrer Produktpolitik fährt. Sie haben dadurch einfach einen Alleinstellungs- und Wiedererkennungswert, nachdem man bei anderen Herstellern vergeblich sucht.

Dennoch, auch Apple ist ja sehr bestrebt darin ihren Marktanteil zu vergrößern und immer noch höhere Gewinne zu generieren. Ein günstiges Einstiegs-iPhone könnte da sehr wohl in ihre Politik passen. Es spräche m.M.n. nichts dagegen, das iPhone 4 mit stets etwas “abgespeckter” Ausstattung gegenüber dem aktuellen Flagschiff weiterzuführen.

Also ähnlich der aktuellen Politik, ältere Geräte einfach weiterhin unverändert zu verkaufen. Nur mit dem Unterschied, dass das Einstiegs-iPhone auch regelmäßig aktualisiert werden kann, nur gewisse Eckdaten unangetastet lässt.

Bspw. Verzicht auf Retina Display, LTE und die aktuellste CPU Generation. Das Einstiegs-iPhone wäre dann immer noch für viele ein Top-Handy und könnte Apple noch mehr Marktanteil bescheren. Ähnlich wie es das iPad Mini getan hat.

Die wahren “Freaks” (positiv gemeint) werden ohnehin zu den Flagschiffgeräten greifen. Und jene die dafür nicht das Geld haben, greifen bislang auf dem Gebrauchtmarkt zu. Sind also Kunden die Apple “verliert” (beim Geräteneukauf). Von daher muss ein günstiges Einstiegsmodell nicht mit schlechterer Qualität gleichgesetzt werden.

Ich hoffe, dieses Thema ist nicht endgültig vom Tisch, so wie man es uns glauben machen will. Besonders nach Einführung des iPad Mini würde eigentlich nichts dagegen sprechen, auch das 3,5 Zoll iPhone weiterzuführen, um noch mehr Kunden zu applefizieren :D

Grüße
Halla

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Lotz
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Was denken die sich eigentlich? Wenn Apple ein iPhone für 150€ rausbringt würden die doch keine 400€ Gewinn mehr machen…

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Würde Apple wirklich ein billiges Smartphone produzieren, wäre dies nicht gut für das Image der Marke, denn Apple Produkte sagten schon immer aus: “Hey, ich bin kreativ, ich bin anders, ich bin besonders!”

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Vic
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Unter dem Gesichtspunkt, dass ein solches Billig-iPhone in die gleichen Länder geliefert wird wie die “Grossen Brüder” – sicher richtig.

Denkt man an neue, aufstrebende Märkte, wie z.B. Indien, China, Brasilien, wäre ein Apple Einstiegsmodell vielleicht gar nicht ‘mal so unklug…

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MuhKuhMario
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ich würde die Aussage Schillers auch nicht auf die Goldwage legen wollen, vor allem nicht als Langzeitprognose. ein günstigeres iPhone gibt es ja bereits, das iPhone 4 für 399 Euro, das ist (für Apple-Verhältnisse) deutlich günstiger als das aktuelle Flagschiff. Als das iPhone damals eingeführt wurde gab es derartiges nicht – nun ist es erhältlich und widerspricht schon jetzt Apples einstiger Strategie. In Zukunft kann ich mir durchaus vorstellen dass das iPhone 4 mit womöglich günstigeren Materialien (Gehäuse aus Polycarbonat, ähnlich dem Nokia Lumia) weiterverkauft wird – zum günstigeren Preis. Wichtig ist nur, dass die Gewinnspanne bei sogenannten Billig-iPhones weiterhin hoch bleibt. Dadurch würde sich Apple neue Käuferschichten erschließen und wäre möglicherweise wieder Nr. 1 bei den Smatphones – zur Zeit ist Samsung ja obenauf. Apple ist auch nur ein weiterer Börsennotierter Konzern, der auf Shareholder-Value angewiesen ist – wenn die Firma an Marktanteil verliert, weil ein anderer Big Player (momentan Samsung) durch preislich und technologisch ebenbürtige, wen nicht gar überlegene Produkte mehr verkauft, so wird dies Apple schon schmerzen. Für die Langzeitstrategie wird es bei Apple unerlässlich werden, sich noch breiter aufzustellen. Sie tun dies bereits, indem die Apple Stores beispielsweise stark auf die Kernzielgruppe ausgerichtet werden und die einstigen Produkte für Professionals, die mal zu den Zugpferden der Firma gehörten, z.B. der Mac Pro, eher ein Nischendasein fristen und regelrecht vernachlässigt werden. Günstigere iPhones sind da nur ein logischer, folgerichtiger Schritt. Ein Weiterer Aspekt, der für ein günstigeres iPhone spricht, ist die Einführung des iPad Mini, welches ja auch ein wenig günstiger zu haben ist als das gewöhnliche iPad. Zwar wurde die Einführung dieses Gerätes anfangs eher abgelehnt, doch Apple musste letztlich dem Konkurenzdruck nachgeben und sich anpassen.

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