Forscherprojekt entwirft spezielle Farbe, die als Batterie fungieren kann
Autor: Julia Lienhart | 29.06.2012 - 16:01 Uhr | In: News, Technologie
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Forscher einer Universität haben das Konzept der aufspraybaren Batterie entworfen.
Dünn, dünner, Smartphone: Unsere Telefone werden immer dünner, wobei oftmals die Akkuleistung zu Schaden kommt. Sicher ist schon seit einer ganzen Weile: In Sachen Energieeffizienz müssen sich die Hersteller noch einmal etwas richtig Innovatives einfallen lassen. Forscher einer Universität arbeiten an genau solchen Projekten und haben jetzt ein neuartiges, bisher recht erfolgsversprechendes Konzept auf die Beine gestellt, bei der die Batterie auf das Smartphone gesprayt wird. Ja genau, richtig gelesen: Gesprayt.
Genauer muss man sich das so vorstellen, dass fünf Lagen einer besonders formulierten Farbe aus unter anderem Lithium-Ion, die auf das Produkt gesprayt werden, Energie erzeugen können. Geschichtet kann die Farbe auf ganz verschiedene Materialien: Keramik, Glas, flexibles Polymer, Stahl…
Erste Experimente liefen recht erfolgreich: Die Batterie wurde auf Badezimmerkacheln gesprayt und konnte mit 2,4V LEDs sechs Stunden lang glühen lassen.
[Über: CNET | Quelle: Rice University News & Media]

GarrettThief
schrieb am 29.06.2012 um 16:25:31 Uhr
Hm jaja das mit der Energiespeicherung ist ja allgemein ein riesen Thema. Li ist halt schon ganz am Ende/Anfang der Oxidationsliste und kann so nicht mehr getoppt werden(nach bisherigen Stand). Aber wenn man es dafür z.B. schafft die benötigte Fläche zu verringern, dann ist das doch auch schonmal super!
Bin sehr gespannt.
Rene
schrieb am 29.06.2012 um 17:36:51 Uhr
Und wie lädt man das ganze dann auf?
JayB
schrieb am 29.06.2012 um 17:43:47 Uhr
Vielleicht durch Reibung und man muss dann tagsüber durchs Badezimmer robben um abends Licht zu haben :D
RF
schrieb am 29.06.2012 um 20:28:40 Uhr
Also ich denke, der zusätzliche Energiespeicher in der Farbe bringt nicht so viel und man kommt auch in Zukunft nicht um einen Akku im inneren aus. Ausserdem ist die Farbe doch dann bei Stürzen stark gefährdet. Die Frage ist vielmehr, ob sie eine höhere Energiedichte als jetzige Akkus hat.
Mr Akku
schrieb am 29.06.2012 um 21:38:12 Uhr
Der Artikel ist an sich ist ganz gut geschrieben, aber was haben die Forscher nun entwickelt ? Eine Batterie oder einen Akku, da gibt es wesentliche Unterschiede ;-)
mattheo
schrieb am 30.06.2012 um 09:05:44 Uhr
Wahnsinn was alles möglich ist. Ich würde mir wünschen dass solche Entwicklungen schneller voran gehen würden. Die Brennstoffzelle finde ich hat aber eher eine Zukunft als diese Farbe, trotzdem cool!
Razz
schrieb am 30.06.2012 um 21:30:24 Uhr
@ Bestboyz:
In dem Artikel ist nirgendwo die Rede davon, dass mit der “Farbe” (der silberne Farbton ist ja festgelegt, durch die Materialwahl, es könnte höchstens mit Farbe abgedeckt werden) Smartphones besprüht werden könnten. Rein technisch gesehen wäre das vermutlich möglich, aber beliebig sinnlos, da die Außenhülle ja verkratzen kann, ständig mit dem Körper und anderen Materialien in Kontakt kommt, etc. Wenn, dann würde die Technik wohl eher die Innenseite der Smartphonegehäuse gesprayt.
@Mr Akku: Die Abgrenzung der Begriffe “Akku” und “Batterie” ist extrem schwammig, da sie im umgangssprachlichen Gebrauch nicht mehr ihrem Ursprung entsprechend verwendet wird. Im englischen gestaltet sich das Ganze einfacher: da gibt es batteries und rechargeable batteries. Es handelt sich hier also um wiederaufladbare batterien (was auch im video nochmal erklärt wird).
Aber jetzt mal zum Thema: Geile Sache! Aufsprühbare Batterien, bald vl. serienreife, biegbare, druckbare AMOLED-Displays, das klingt nach einer erfolgsversprechenden Zukunft mit herausragenden Design-Möglichkeiten!
Wadde
schrieb am 30.06.2012 um 23:52:06 Uhr
Naja, kostet wieder ein haufen Geld, was ich definitiv NICHT bezahlen werde. Die dicke eines iPhone 4 oder eines Galaxy SII ist genau perfekt.Eventuell schon zu dünn. Wenn du den Platz eines Milestone nehmen würden, würden die locker 3000mAh rausbringen. Aber Nein, hauptsache so einen schwachsinn entwickeln.
Karl
schrieb am 01.07.2012 um 11:31:22 Uhr
Also der Großteil der Kunden wünscht sich dünnere Smartphones als das iP 4. Ist ja auch viel praktischer, wenn die schon alle die Displays so riesig machen müssen. Dann verbraucht man wenigstens nicht den ganzen Platz in der Hosentasche.
Wadde
schrieb am 02.07.2012 um 15:11:02 Uhr
Dann sind wohl die Kunden richtig bescheuert. Selbst Schuld, wenn sie das dünnste Smartphone wollen, es aber beim runterfallen zerbricht oder der Akku nur einen viertel Tag hält.
Ludi
schrieb am 01.07.2012 um 19:06:48 Uhr
@ Karl, der Platzvorteil wäre gigantisch in der Hosentasche!
Mich würde auch interessieren wie der “akku” dann geladen wird. Eine induktionsladung wäre möglich.
Bin mal sehr gespannt wie sich das ganze entwickelt.
Mfg