Ein sich selbstreparierendes Display für Smartphones: Eine Universität will wissen, wie’s geht

Autor: | 02.08.2012 - 20:48 Uhr | In: News, Technologie

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Eine selbstreparierende, kratzfreie Oberfläche für Smartphones — die Universität Eindhoven will das Geheimrezept entwickelt haben.

Nokia N9

Es gibt Menschen, die hüten, pflegen und schützen das Display ihres Smartphones inniger als den eigenen Verlobungsring. Kratzer auf einem Smartphone schmälern das Vergnügen und wenn’s ganz arg ist, die Haptik des Gerätes, wenn Kratzer beispielsweise sehr tief sind. Viele Kratzer trüben die Sicht auf das Wesentliche und das nervt. Viele Hersteller werben mit Gorilla Glass von Corning, Inc., das besonders widerstandsfähig sein soll — aber gegen Staub- und Sandkörnchen ist kein Kraut gewachsen, es scheint fast, die Dinger gäbe es nur, um einem Smartphone-Besitzer den Spaß mit seinem Gerät zu verderben.

Doch die Rettung naht: An der technischen Universität Eindhoven haben Forscher eine Beschichtung entwickelt, die neben einer wasserabweisende, auch eine selbstheilende Eigenschaft besitzt. Dabei können Kratzer wieder nahtlos beseitigt werden, ohne dass die Oberfläche etwas von seinem Glanz einbüßen muss.

Wie funktioniert das?

Ein hydrophober Stoff füllt Schäden im Glas wieder auf und dient als Ersatzteillager unter Polymeren, über die wiederum eine wasserabweisende Schicht als endgültige Oberfläche angebracht ist. Die Polymere bilden das Grundgerüst, sie stehen wie Blütenstängel, die bei einem Kratzer wie von einem vorbei laufenden Fuß geknickt werden. Nur dass sich die Polymere wieder aufrichten wie jemand, der gestolpert ist und sich nach dem Aufstehen nur noch mal die Jeans abklopft. Werden diese drei Schichten nicht komplett durchstoßen, kann ein Display also wieder repariert werden, nachdem es verkratzt wurde.

Diese Schicht wird sich wohl nach einer Zeit abnutzen, der hydrophobe Stoff kann aufgebraucht werden. Man sollte mit solch einer Beschichtung ausgestatteten Geräte darum trotzdem pfleglich und sauber behandeln, damit das Display lupenrein bleibt. Bisher ist das Ganze noch immer in den Innereien der Universität — aber solch eine Innovation wird wohl nicht allzu lange brauchen, um seinen Weg auf den Markt zu finden.

[Quelle: Technische Universität Eindhoven (1) (2)]

Kommentare (18)

Find ich gut! Das treibt natürlich den Smartphone-Markt voran und auch Apple wird sich schnell diese Technik zu eigen machen. Wenn diese Technologie jetzt Konkurrenz zu GorillaGlas darstellt, wird das spannend auf dem Smartphone- und Tabletmarkt.
Auf jeden Fall stark, dass man sich dran setzt und solche Produkte entwickelt.

warum sollte das eine Konkurrenz zu Gorilla glass sein? Was die entwickelt haben, ist doch nur eine Beschichtung. CGG kann man hoffentlich trotzdem noch verbauen, denn bei einem grösseren Sturz ist möchte ich auf diese Stärke nicht verzichten

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Hmm.. hast Recht! Die Kombination aus festem, fast bruchsicherem Glas in Form von Cornings Gorilla Glas und der Beschichtung wäre top!

Gefällt mir: Daumen hoch 2 | Kommentar #105751

Bruchsicher und fest passt nicht wirklich zusammen den umso härter etwas ist umso spröder wird es und das ist auch das problem bei corning corilla glass es ist kratzfest aber gegen bruch ist es nicht wirklich gut da ist billig plexiglass besser !

Gefällt mir: Daumen hoch 1 | Kommentar #105785

WOW…dachte ich erst – trotzdem,

nicht schlecht… aber ide umsetztung ist wichtig… es kann auch sein dass es nicht klappt oder schlecht umsetzbar ist oder dass dann die displayqualität schlechter wird… und und und… also mal sehen ;)

Wow endlich mal wieder was sinnvolles. In Kombination mit der Fingerabdruck-abweisenden Schicht top! (Fragt sich ja nur, wann es mal auf den Markt kommt)

denke mal, dass corning nicht lange auf sich warten lässt und mit einem ähnlichen glas alles verbessert ;D

Bin mal gespannt, wann Apple sich das patentieren laesst :P

Spass beiseite! Ich denke, dass ist eine wirklich gute Erfindung, wenn sie so funktioniert, wie versporchen. Wuerde gerne mal sehen, wie es in der Praxis aussieht!

Apple, hast du das gesehen? Das nenne ich revolutionär und nicht eine 8 Megapixel Kamera und ne s**** Sprachsteuerung!

Selbstregenerierende Oberflächen sind schon länger ein heißes Thema und werden von einigen Indstriezweigen (Automobilbranche) stark gefördert. Die hier gezeigten Möglichkeiten sind nett, aber noch weit davon entfernt in einem Mobilfunkdisplay verwendet zu werden. Das macht eher auf vielen anderen Oberflächen sinn. Es ist zudem fraglich in weit die optischen Eigenschaften von Displays durch die verwendeten Polymere beinflusst werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass an den “geheilten” Stellen zu kleinen Änderungen des Brechungsindex kommt. So etwas würde man mit dem bloßen Auge gut erkennen.

Wie kann ich auf meinem iPhone 4 Videos in HD auf YouTube gucken also mit Internet Flatrate ?

PS: Ich meine also draußen :)

Also erstens, ist das eigentlich das völlig falsche Thema dafür ;)

Zweitens, sofern du über eine Internetflat oder Wlan verfügst musst du nur die Youtube-App öffnen bzw. herunterladen, ein Video suchen oder anklicken und dann unten links HD aktivieren :)

Greetz Shino

Gefällt mir: Daumen hoch 2 | Kommentar #105791

Ja schuldigung :)

HÄ ? Das ist nur bei Android so bei IOS nciht oder ?

ein iPhone hat kein HD-Display, also was willst du mit einem Hd-Video?

Gefällt mir: Daumen hoch 0 | Kommentar #105837

Ein iPhone 4 hat aber ein Retina-Display mit fast HD Auflösung, also macht HD tatsächlich Sinn. Es gibt keinen Knopf beim iPhone für HD, für HD unterwegs brauchst du Jailbreak, Youtube HD ist nur für WLAN vorgesehen von Apple.

Gefällt mir: Daumen hoch 0 | Kommentar #105843

[...] [Quelle: Technische Universität Eindhoven | via Wiley Online Library und BestBoyz] [...]

Also ich bin mit dem Gorilla Corning Glas überhaupt nicht zufrieden. Ich habe ein Nokia N9 und bei normaler Nutzung, habe das Handy nie mit Sand oder Schlüsseln in der Tasche gehabt, sind viele Kratzer entstanden und zu allem Übel ist mir der Touchscreen vollkommen zerbrochen, als ich mal auf das Handy gefallen bin. Also zum Teufel mit diesem dämlichen Gorilla Glas.

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