Von am 11.01.2012 um 19:15:39 Uhr veröffentlicht, 37 Kommentare Google+-Logo

#CES | Hands-on: Corning zeigt uns das bruchfeste Gorilla Glass 2

Wie angekündigt hat Glashersteller Corning die zweite Generation des Gorilla Glass gezeigt. Das Gorilla Glass 2 ist 20% dünner als das aktuell bekannte Gorilla Glass. Die Bruch- und Kratzfestigkeit ist dabei gleich geblieben.

Wir haben uns James von Corning geschnappt, der uns im nachfolgenden Video die Bruchfestigkeit demonstriert hat. James hat vier Displaygläser verwendet — einige sind gerissen, einige nicht.

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Veröffentlicht unter: Hands-on

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37 Kommentare

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Hendrik
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Ich hab noch nie so häufig “Ok” gehört, wie in diesem Video! :D

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Wadde
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Ich muss sagen, dass sich Gorilla Glas wirklich lohnt. Auf meinem Milestone 1 was ich schon über ein Jahr ohne Display Folie besitze, ist kein einziger Kratzer zu sehen.

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jrehhofj
| 69 Kommentare bisher abgegeben

ihr solltet ein paar dinge unterscheiden:

1. härte:
die härte ist der wert, der angiebt, ob sich etwas zerkratzen kässt, oder nciht, bzw mit was es siuch kratzen läßt (also ganz grob gesagt…) eine einfache erläuterung wäre: etwas härteres kratzt etwas weicheres, ganz oben auf der härteskala steht der diamant. das bedeutet aber auch, dass diamant alles zerkratzen kann… hingegen wird man mit den meisten metallen beim golilla glas nciht viel anrichten können. sand ist aber eventuell der größte feind vom glas.

2. bruchzähigkeit (elastizitätsmodul, bruchspannung, usw:
zusammen bestimmen sie, wann etwas bricht, bei welchem druck, bzw bei welchen spannungszuständen. (also das, was der herr da demonstriert). diese sind aber richtungsabhängig, d.h. ein auto kann ohne schaden zu verursachen drüber fahren, fällt es mir aus geringer höhe auf eine ecke, ist es kaputt.

3. fällt ein handy zum beispiel auf eine ecke, hat es durch den fall eine gewisse beschleunigung erfahren, und fällt auf eine sehr kleine fläche. aus der beschleunigung resultiert eine kraft (F=m*g), zusammen mit der sehr kleinen fläche (eine ecke eines smartphones hat vielleicht 1mm2 aufschlagsfläche) resultiert dann ein druck.
der muss also wegen der kleinen fläche nichtmal annährend so groß sein, wie die demonstrierte kraft.
und das setzt voraus, dass die eigenschaften nicht richtungsabhängig sind. davon wärde ich aber nciht ausgehen.

RESULTAT: lasst eure handys nciht fallen, dann habt ihr länger was davon!

bisher hällt gorillaglas bei mir auch recht gut. aber auch die plastikfolie von meinem galaxy 3 hat keine wirklichen kratzer.

PS: härte und bruchzähigkeit gehen nciht oft einher. harte bauteile sind spröde! eine belastungsspitze reicht oft aus, dass das harte bauteil zerspringt… also etweder kratzer, oder ein gebrochenes display, was ist euch lieber?

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@jrehhofj
sehr weise und sehr gut erklärt.

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Buto
| 121 Kommentare bisher abgegeben

“RESULTAT: lasst eure handys nciht fallen, dann habt ihr länger was davon!”

Ne echt ?

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psycHoo
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alsoo wenn ichs mir genau anschaue fällt mir auf dass er bei dem ersten gorilla glas erst nach ca 4-5 sec die 100 schafft aber beim 2 in 1-2 sec über hundert :D komisch. er greift auch mit der rechten hand das gerat an, so als ob er da was “verstelllt” … was meint ihR

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the_snap_dragon
| 332 Kommentare bisher abgegeben

ich verstehe nicht wie die uns weißmachen wollen dass dieses neue glas “härter und bruchfester” ist als der vorgänger
(bruchfest=geringere sprödigkeit)

das ist physikalisch nicht möglich weil ein zusammenhang zwischen härte und sprödigkeit besteht

die härte eines werkstoffes ist proportional zu seiner sprödigkeit

heißt je härter ein stoff desto spröder ist er auch und desto leichter bricht er (bzw. springt das glas)

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Rick
| 4150 Kommentare bisher abgegeben

Brechen tut etwas aber nur, wenn eine bestimmte Belastungsgrenze (einwirkende) Kraft überschritten wird. Also schonmal daran gedacht, das diese notwendige Kraft vielleicht angehoben wurde zum Vormodell?

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jrehhofj
| 69 Kommentare bisher abgegeben

@ SNAPDRAGON.

das stimmt so nicht ganz! man kann die härte erhöhen, und gleichzeitig die bruchzähigkeit gleich lassen.

eigentlich würde ich dir recht geben, und ich hab es ja ähnlich beschrieben, dass bruchzähigkeit und härte nicht oft einhergehen, aber das verhältnis von beidem ist materialabhängig.

zum beipsiel zerspringt ein diamant ja auch nicht bei kleinsten stößen, ist aber das härteste material was es gibt.

ein blick auf spannungs-dehnungsdiagramme von gläsern wird hier recht schnell aufschluss geben.

im elatischen bereich (der geraden im vbild) verformt sich das bauteil elastrisch, dannach kommt eine kurve, der plastische teil (bei keramiken und gläsern sehr klein) und dann kommt der bruch. die länge und steilheit der geraden können angepasst werden, und ändern damit das verhältnis von festigkeit und sprödigkeit (häte ist hier eigentlich der falsche begriff, ist aber widerum proportional zur festigkeit (so mehr oder weniger…))

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jrehhofj
| 69 Kommentare bisher abgegeben

oh, und mein fehler, sprödigkeit ist ebenfalls falsch, gläser haben eine hohe sprödigkeit, d.h. sie lassen sich nciht gut plastisch verformen.

das hat aber nichts direkt mit der bruchfestigkeit, sondern nur mit der bruchzähigkeit zu tun.

bruchzähe materialien haben eine hohe plastische verformung, bevor sie brachen, bruchfeste materialien brechen bei hohen Spannungen. verlängert man also die genannte gerade (e-modul) ist mehr spannung erforderlich, dass das glas bricht.

direkte zusammenhänge kann man so nicht schließen.

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