
„Almwild“ ist ein Hersteller für Smartphone- und iPad-Taschen der etwas anderen Art. Die Taschen werden in Bayern und Österreich hergestellt und bestehen aus natürlichen Materialien wie Merino-Schurwollfilz und Rindsleder.
Stellvertretend für ihr Sortiment bekam ich von Almwild ein iPad-Sleeve, welches ich die letzten Tage für Euch getestet habe. Das Modell hört übrigens auf den „bergigen“ Namen „Sattlerschorsch“.
Design und Verarbeitung
Das iPad Sleeve besteht, wie andere Produkte von Almwild auch, aus grauem Merino-Schurwollfilz. Filz ist vielleicht nicht das, was man sich für sein Tablet vorstellt. Mir persönlich gefällt es jedoch sehr gut, sticht es doch bewusst aus der Reihe der vielen Leder(-imitat)- und Kunststoff-Sleeves heraus und präsentiert sich als angenehm robuste Alternative. Das Material ist griffig fest und reinigt das Display bei jedem Aus- und Einführen ein wenig. Laut Almwild soll das Material auch kälte- bzw. wärmeisolierend wirkt, was den Akku zusätzlich schonen soll.
Die Verschlusslasche am Sleeve besteht aus zwei Schichten. Die Grundschicht ist auch hier aus grauem Filz – überzogen wurde das Ganze mit braunem Nappaleder, verziert durch ein eingestanztes Almwild Logo.
Als Verschlussmechanismus kommt ein runder, silberner Magnetknopf zum Einsatz, der solide in Tasche sowie Lasche eingearbeitet ist. Allerdings hat der Knopf innen in der Tasche zwei blanke Aluhaken, die in Verbindung mit meinem Display nicht sonderlich vertrauenserweckend wirken. Dazu muss ich aber sagen, dass ich zusätzlich ein Smartcover nutze und ich auf diesem bisher keine Spuren von den Haken finden konnte.
Einen farblichen Kontrast bilden die orangenen Nähte, die alle Teile zusammenhalten. Abstehende Fäden, wie man sie vielleicht vom Pullover kennt, enstanden bisher ich bisher nicht.
Alles in Allem ist das Design wirklich gut gelungen. Das Sleeve ist zudem wirklich gut verarbeitet und durch das “almige” Material ist es auch sicher ein Hingucker. Einziger Kritikpunkt, den ich feststellen musste: Die Haken des Magnetknopfes.
Benutzung
Das Material spielt bei der Benutzung zumindest mir gegenüber seine Stärken aus. Ich bin ein Mensch, der sein iPad überall mit hin nimmt. Sei es in ein Meeting auf Arbeit, in die Berufsschule, oder in die örtliche Keramikabteilung und nicht immer habe ich meine Hände frei, um das Tablet besonders vorsichtig und sicher zu transportieren. Da kommt es schon mal vor, dass ich es zwischen Mittel- und Zeigefinger geklemmt gemeinsam mit Kaffee, Coke Zero und einigen Ausdrücken durch die Gegend trage. Schwitzige Finger im Sommer können dann gerade bei einem Ledercase verheerende Folgen für iPad und Gelbeutel des Besitzers haben. Der verwendete Filz bietet dabei hingegen einen sehr guten Grip, sodass das Pad sicher in den Fingern hängt und sich der Erdanziehungskraft nicht so ohne weiteres ergibt.
Das Almwild Sleeve ist im Unterschied zu meinem vorherigen Sleeve nicht absolut millimetergenau auf das iPad zugeschnitten. Verschwindet mein iPad im Almwild Sleeve, sind immer noch ein paar Millimeter Bewegungsfreiraum vorhanden. Das ist aus meiner Sicht ein Vorteil: Erstens ist es so wesentlich einfacher, das iPad in die Tasche zu schieben und zweitens kann ich als Nutzer eines Smartcovers so das Pad gleich mitsamt dem Cover im Sattlerschorsch versenken. Auch ohne Cover erweckt die Tasche nicht den Eindruck, als wäre sie zu groß.
Was mir auch hier nicht so gut gefällt, ist mal wieder der Magnetknopf. Er erfüllt sicher jeden Zweck und passt auch gut zum Rest der Tasche, allerdings finde ich es sehr schwer, das Sleeve „blind“ zu verschließen. Selten treffe ich mit dem Knopf die dazugehörige Vertiefung sofort.
Hier wären meiner Meinung nach breitere Magnetstreifen noch ein bisschen nutzerfreundlicher.
Gesamteindruck und Fazit
Zusammenfassend kann man sagen, dass die iPad Tasche Sattlerschorsch aus dem Hause Almwild eine gute Ergänzung im iPad Accessoire Sortiment bildet. Es ist dank seinen exklusiven Materialien einfach schön anzufassen und anzusehen. Dank dem Bewegungsspielraum im Inneren der Tasche lässt sie sich auch zusätzlich zum Smartcover problemlos benutzen, was mir persönlich sehr wichtig ist.
Einen Wermutstropfen gab’s dann doch noch: Der Magnetknopf ist zwar gut eingearbeitet, bereitet allerdings etwas Angst, da sich das blanke Metall doch recht nah am Screen befindet. Zudem ist das blinde Verschließen zumindest für mich nahezu unmöglich. Über die kleinen Filzhaare, die sich manchmal auf dem Display verirren, kann ich hinwegsehen, da sie nicht so häufig in Erscheinung treten und notfalls auch schnell weggewischt sind.
Der Preis von knapp 40 Euro für dieses Modell ist für mich absolut im Rahmen. Bekommt man doch ein gutes Sleeve mit außergewöhnlichem, exklusiven Material und einer ansprechenden Optik.
Zu guter Letzt, weil bald Weihnachten ist, haben wir für Euch noch einen kleinen Bonus: Wer bis zum 15.01.2012 bei Almwild eine iPad- oder eine Smartphonetasche bestellt, kann 2 €sparen, indem er (oder sie) im Bestellvorgang den Aktionscode
„AlmwilderBlog“ angibt. Zum Almwild Shop geht es hier.
Wie sieht’s bei Euch aus? Habt Ihr selbst ein Almwild Sleeve für Euer iPad oder Phone oder nutzt Ihr eine andere empfehlenswerte Tasche? Was ist Euch beim Kauf besonders wichtig?