Bundesregierung: BlackBerry und iPhone zu unsicher
Von: Gabriel Böhme | 05.08.2010 - 10:56 Uhr | In: News
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Nachdem wir erst vor kurzem berichtet haben, dass die Vereinigten Arabischen Emirate, BlackBerry-Nutzern viele Funktionen und Freiheiten nehmen wollen, wird nun unter anderem vom Spiegel berichtet, dass das Bundesinnenministerium, den anderen Resorts empfohlen habe auf die beliebten iPhone und BlackBerry-Geräte zu verzichten.
Diese seien dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (kurz BSI) nach, nicht ausreichend sicher und sollten daher nicht mehr, oder eben nur privat genutzt werden. Diese Empfehlung wird vor allem deshalb ausgesprochen, weil es immer üblicher wird, Dokumente mit geringem Geheimhaltungsniveau elektronisch zu verarbeiten und per E-Mail zu versenden. Außerdem laufen zum Beispiel BlackBerry-Dienste über kanadische, oder US-amerikanische Server, was einen theoretischen Zugriff auf diese Daten außerhalb von Deutschland ermöglicht.
Das Bundesinnenministerium kann allerdings nur Empfehlungen, aber keine Verbote aussprechen, womit die Wahl weiterhin offen bleibt, im Kanzleramt, dem Innen- und Außenministerium wurden, wie auch auf europäischer Ebene, bereits BlackBerry Smartphones von RIM verboten, während Apples iPhone weiter genutzt werden darf.
Das einzige vom BSI als sicher eingestufte Smartphone ist das sogenannte Simko2, von T-Systems, einer Telekom Sparte. Dabei handelt es sich um ein modifiziertes Touch-Pro von HTC mit Windows Mobile, welches Sprach-Verschlüsslung und sichere VPN Datenzugänge bietet. Außerdem sind alle Verbindungen, außer GSM und UMTS deaktiviert.
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Christiane
schrieb am 05.08.2010 um 11:58:51 Uhr
Ganz ehrlich – die haben doch alle einen Knall! Jetzt fängt die Zensur schon in Deutschland an!!
Blackberry ist das sicherste Smartphone! Warum darf das iPhone witerhin benutzt werden, wenn jeder Idiot weiß, dass man es super ausspionieren kann?
Kaum ein Regierungsmitglied der USA benutzt das iPhone und wenn man sich in Hollywood Schauspieler ansieht, haben die meisten ebenfalls ein BlackBerry. Ich erinnere mich noch daran, wie Obama gekämpft hat, dass er sein BB behalten darf. Habt ihr nicht erst kürzlich einen Bericht gehabt, der besagt, dass die US-Regierung fast 1Mio. BBs im Einsatz hat?!
Man könnte fast meinen, Apple bezahlt alle – die wollen doch nur RIM kaputt machen!!
killer
schrieb am 05.08.2010 um 16:28:08 Uhr
Blackberry ist das sicherste Smartphone!
wie jetzt .
du meinst blackberrys sind die sichersten smartphones
Schwab | Twitter: DerSchwab
schrieb am 05.08.2010 um 19:38:10 Uhr
das eine land sagt “blackberrys sind zu sicher” das andere wieder “blackberrys sind nicht sicher” irgendwie ja lächerlich…..
-fraggl-
schrieb am 05.08.2010 um 20:46:03 Uhr
Als Unternehmer einer Firma bzw. Politiker aus Deutschland würde ich aber auch nicht wollen, das meine Daten, Sms, E-MAIL und Co. auf US Servern landen.
Die USA ist bekannt dafür das sie alles mitlesen was sie in die Finger kriegen.
MfG
-fraggl-
Gabriel | Twitter: GabrielBoehme
schrieb am 05.08.2010 um 20:49:53 Uhr
Wohl am besten RIM macht eine Werbekampagne drauß – für Regime und Regierungen zu sicher…
Selbst beim Bund hat man ja nur Angst vor der sich entziehenden Kontrolle der kanadisch, amerikanischen Server – heißt ja nicht das BB allgemein als unsicher gesehen werden.
Dann könte doch aber der Bund / EU eigentlich nen Deal machen – alle bekommen ein BB dafür laufen die Dienste über nen Server in Brüssel.
Gabriel, BestBoyz.
Bonji
schrieb am 06.08.2010 um 08:02:25 Uhr
RIM baut wie schon ihr Ruf ihnen voreilt die sichersten Smartphones.
Wenn unsere Politiker spezielle VPN wollen bzw. Sprachverschlüsselungen wird RIM bestimmt auch da ihnen helfen können.
Anstatt BB´s-schlecht zu machen sollte das BSI erstmal nachfragen warum RIM scheinbar diese Funktionen noch nicht anzubieten hat.
Ich würde sogar mal ganz frech behaupten das die meisten Politiker eh keine Ahnung haben mit nem BB richtig was anzufangen
BMF
schrieb am 06.08.2010 um 08:27:41 Uhr
Das BSI sagt, das die BBs insofern unsicher sind, weil die Daten über Britische oder Kanadische Server laufen.
Wäre ich ein Regierungsmitglied oder für den deutschen Staat tätig, würde ich auch nicht wollen das meine Daten in diesen Ländern gespeichert wird. Wer weiß was die alles mitlesen etc.
Aber wenn das so weiter geht, kann RIM einpacken!
Gabriel | Twitter: GabrielBoehme
schrieb am 06.08.2010 um 10:11:45 Uhr
Naja von einpacken kann nicht gleich die Rede sein, nur weil ein paar Regierungsbeamte das nicht mehr nutzen dürfen das wird RIM soweit egal sein. In den Emiraten werden sicher auch nicht so extrem viele Geräte verkauft.
Einzig in Indien ist es natürlich sehr doof, der Untergang von RIM wird es nicht gleich sein.
Gabriel, BestBoyZ.
Android
schrieb am 06.08.2010 um 20:26:36 Uhr
In den Vereinten arabischen Emiraten wurden die Blackberry Dienste gerade erst verboten, weil deren Geheimdienst die Kommunikation nicht entschlüsseln kann. Wahrscheinlich kann auch der BND nicht mithören. Also wird das System verteufelt; als unsicher hingestellt, damit wieder Geräte genutzt werden, bei denen auch unser Verfassungsschutz wieder mithören kann. Alles nach dem Motto: Terroristen lauern überall!